Früher hasste ich wandern...heute stehe ich freiwillig früh auf! WOW
!
Am Wochenende bin ich entweder sehr sportlich oder sehr gefrässig: entweder gehe ich auf eine Wanderung und stehe sehr früh auf (manchmal auch voellig uebernaechtigt, wenn ich um 4 oder 5 ins Bett gehe), um bereits um 7 Uhr morgens andere Wandervögel und Naturliebhaber zu treffen. Die Wanderungen werden von verschiedenen Wandergruppen organisiert, die Route kann man auf ihrer Internetseite anschauen und sich anmelden. Ich entscheide mich meistens sehr kurzfristig (am Abend vorher) und weiss oft gar nicht, wo's hingeht, sondern vertraue auf den guten Geschmack meiner Freundin Rosmarie. Bis jetzt wurde ich noch nie enttäuscht, die Natur ist hier wunderschön, und das Wichtigste ist sowieso, etwas Neues zu entdecken und der verpesteten Luft Bogotas zu entkommen. Das Gute ist auch, dass man kaum 2h fahren muss, um in wärmere Gegenden zu gelangen - Bogota liegt auf einem Hochplateau, man muss also nur ein paar hundert Meter runter und ist schon fast in den Tropen! Nach vielen kalten, grauen und regnerischen Tagen ist das eine Wohltat. Wir fahren los und halten dann irgendwo an, um gemütlich zu frühstücken - wir essen meistens eine Bouillon-Suppe, und vor dem wandern wird dann noch eingeturnt, das ist immer ein lustiges Bild. Meistens nehmen wir ein Picknick mit (Rosmarie meistens Yuca-Chips, keine Ahnung, wie sie davon satt wird...und sie ist dann immer ein bisschen neidisch auf mein riesiges Sandwich, die Tortillas oder den Reissalat, den ich mitnehme
)Am Abend kommen wir dann verschmutzt, todmüde aber überglücklich nach Hause.
Impressionen in der Bildgalerie:
Ganz anders laufen meine faulen Sonntage ab: ESSEN ist angesagt! und zwar den ganzen Nachmittag. Mein grösstes Glück hier in Kolumbien ist meine Familie, wir haben uns gegenseitig adoptiert. Bevor ich meine Wohnung gefunden habe, habe ich bei ihnen gewohnt, jetzt versuche ich, sie so oft wie möglich zu sehen. Wir kochen alle zusammen, essen, tratschen und hören Musik, danach spielen wir manchmal ein Spiel oder schauen einen Film. Die Familie besteht aus: Mariela, die Mutter (arbeitet als Professorin an verschiedenen Unis und als Forscherin im Ministerium fuer Gesundheit, belesen und herzlich, Kulturliebhaberin, sie weiss immer, wo was läuft); Camilo (Grafiker, er unterrichtet Englisch und hat wohl über 1000 Filme runtergeladen) und seine Freundin Mariana (Grafikerin, macht Papeterie-Ware aus selbstgemachtem Recycling-Papier, ist Tanzlehrerin und traeumt davon, wieder ein Kaffee zu eroeffnen) und oft auch deren Familie (Henry, ihr Vater, Pilar ihre Mutter und Julian ihr Bruder). Camilos Schwester Lina wohnt in Berlin.
| Markt in Usaquén/mercado en Usaquén |
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Cuando estaba chiquita no me gustaba madrugar ni caminar... y ahora lo hago voluntariamente! increible!!
Los domingos perezosos, en cambio, son muy diferentes y se centran en una cosa: COMER. Durante toda la tarde. Mi gran suerte y bendición es mi familia colombiana, nos adoptamos mutuamente. Vivía con ellos antes de encontrar apartamento y aun trato de verlos todas las veces que pueda. Cocinamos juntos, comemos, platicamos, escuchamos música y a veces nos ponemos a ver una película o a jugar un juego. Los miembros de la familia son: Mariela, la mamá (trabaja como profesora y como investigadora en el ministerio de salud, le encanta la cultura y la lectura, es una persona cálida y siempre está al tanto de lo que está pasando a nivel de la vida nocturna y cultural bogotana); Camilo, su hijo (es diseñador gráfico, da clases de inglés, le encanta la cocina y el cine, entre otras cosas), su novia Mariana (diseñadora gráfica, hace papelería y tarjetería en papel reciclado hecho a mano, es profesora de danzas y sueña con reabrir su café) y muchas veces también nos juntamos con la familia de Mariana (su mamá Pilar, su papá Henry y su hermano Julián). La hermana de Camilo, Lina, vive en Berlín.
A veces también escapo de la rutina y visito algún pueblo cercano, que casi siempre son lindos y ofrecen alguna especialidad local, o también se puede ir a la cicloruta, para la que cierran una de las vías principales de la ciudad. Entonces se llena de ciclistas, gente corriendo y caminando. Uno de mis destinos favoritos es Usaquén, una localidad en el norte de Bogotá que conservó su carácter de pueblito colonial y que está lleno de pequeños cafés y restaurantes. Los domingos hay un mercado artesanal muy bonito.
Dale las gracias a Mariana por el blok con papel reciclado!
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