Thursday, May 26, 2011

Falsos Positivos


Kolumbien ist eines der ungleichsten Laender Lateinamerikas: die Schere zwischen Arm und Reich ist riesig und vergroessert sich von Jahr zu Jahr. Gegen aussen gibt sich Kolumbien als fortschrittliches Land mit Wirtschaftswachstum. Die Bevoelkerung merkt aber leider nichts davon: Moerder laufen hier frei herum, auslaendische Investoren und Grosskonzerne (ja, und da sind auch nette schweizer Firmen dabei, zB Glencore und Nestle...) kaufen Land auf und vertreiben indigene, afrokolumbianer und Bauern von ihrem Land. Wer es wagt, diese einzuklagen oder auf sein Land zurueckzukehren, werden sie verfolgt, verschwunden und umgebracht. Der "Filz" reicht bis nach ganz oben...
Tagtaeglich bekomme ich Info-Mails ueber Ermordete und Verschwundene. Sie machen mich immer sehr betroffen. Das Leid der Menschen hier ist unfassbar.

Schaut euch die Reportage ueber die "Falsos Positivos" an (auf Spanisch mit engl. Untertiteln) und lest den Artikel meiner Kollegin Rosmarie Schoop, eine Journalistin, die hier mit Interteam in der Kommunikationsabteilung einer Menschenrechtsorganisation arbeitet.


Schreckliche Schiksale - und der Welt ist es egal

Die Zahlen sind erschreckend, aber können trotzdem nicht das Schrecken und Leiden der Menschen wiedergeben: in Kolumbien gibt es ca. 5 Millionen intern vertriebene Menschen. 5 Millionen - eine unfassbare Zahl, oder? Engagierte Personen bekommen Drohungen, werden verschwunden oder umgebracht. Offiziell gibt es ein Schutzprogramm des Staates, dieses funktioniert aber oft nicht - denn oft sind die Verantwortlichen ganz oben in der sozialen Leiter. Kolumbien hat inzwischen mehr Vertriebene, mehr Verschwundene und mehr Ermordete als die Diktaturen in Chile und Argentinien zusammen - aber niemand spricht davon.

Hier das Schiksal einer jungen Frau, die sich für den Naturschutz engagierte und die im Februar dieses Jahres spurlos verschwunden ist (auf Französisch mit span. Untertiteln):

Laut Amnesty International hat es 
50.000 VERSCHWUNDENE,
mehr als 4 MILLIONEN VERTRIEBENE,

70.000 ermordete ZIVILE in Kolumbien...

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Colombia es uno de los países más desiguales de América Latina: la diferencia entre ricos y pobres se hace cada día más y más grande. Al gobierno colombiano le gusta presentarse como un país avanzado con un importante crecimiento económico. El pueblo, sin embargo, no nota nada del supuesto desarrollo: la impunidad es exorbitante, multinacionales compran tierras fértiles y desalojan a indígenas, afrocolombianos y campesinos.  Si alguien se atreve a regresarse a sus tierras o a pedir justicia, lo paga con amenazas, desaparición o con su propia muerte o con la muerte de algún ser cercano.
Cada día me llegan informaciones sobre desaparecidos y asesinatos. El sufrimiento del pueblo colombiano es inconcebible.
Les recomiendo el reportaje sobre los “Falsos Positivos” (ver arriba) y el siguiente artículo: pulsar aquí.

La situación de derechos humanos es aterradora - pero a nadie le interesa

En Colombia hay 5 millones de personas desplazadas. 5 MILLONES!! Es un número que representa la vida y la suerte de 5 millones de personas. 5 Millones que deberían tener los mismos derechos como vos y yo, pero no es el caso. Gente comprometida recibe amenazas, los desaparecen o matan. oficialmente existe un programa de protección para personas amenazadas, pero muchas veces no funciona o las autoridades se tardan demasiado en otorgarle protección a una persona amenazada. Y la verdad es que no les interesa, porque hay gente con muchas influencias que está muy involucrada en todos los problemas existentes. Colombia tiene más desaparecidos, asasinados y desplazados que la totalidad de los crimenes cometidos por las dictaduras chilenas y argentinas - y pareciera que a nadie le interesa.

Para ilustrar un caso, que es uno entre muchos, les recomiendo mirar el siguiente video acerca de una chica joven, comprometida con la protección del medio ambiente, que desapareció en febrero de este año (reportaje en francés con subtitulos en español)

Según Amnistía Internacional,  hay
50.000 (cincuenta mil) DESAPARECIDOS,
MÁS DE 4 (cuatro) MILLONES DE DESPLAZADOS,

70.000 (setenta mil), CIVILES ASESINADOS en Colombia...

 

Wednesday, May 25, 2011

Laguna de Guatavita

mit Rosmarie vor der Laguna de Guatavita / con Rosmarie delante de la Laguna de Guatavita
Die Laguna de Guatavita- ein magischer Ort 


Der Lieblingsort meiner Freundin Rosmarie (auch Fachperson von INTERTEAM, mit der ich sonntags oft wandern gehe) heisst "Lagune von Guatavita". Es ist immer wieder schoen, dem Laerm Bogotas zu entkommen und an diesem ruhigen und mystischen Ort tief durchzuatmen. Das Wasser ist tuerkis- bis dunkelgruen und es kraeuselt sich oft im leichten Wind. Heute kann man nicht mehr hinunter ans Ufer, denn viele lokale Touristen verhielten sich respektlos der Natur gegenueber - die Lagune war mehr Abfallhalde als Lagune...
Die Legende sagt, dass jeder neue Herrscher der Muisca (eines Chibcha-Volkes) bei seinem Amtsantritt ein Opfer für den Sonnengott in der Lagune von Guatavita in der Nähe des heutigen Bogotá darbrachte. Nachts wurden Feuer entzündet, und der nackte Körper des Fürsten wurde mit Goldstaub überzogen. Zusammen mit vier Höflingen fuhr der Fürst auf einem Floß zur Mitte des Sees. Das Floß war mit vielen verschiedenen Goldgegenständen und Edelsteinen beladen, welche geopfert wurden. Der König sprang in den See, und der Goldstaub auf seinem Körper sank, zusammen mit den Smaragden und dem Gold, auf den Grund. Seither versuchten viele Eroberer, das Wasser der Lagune ablaufen zu lassen – ohne Erfolg. Auch heute noch ist die Tiefe der Lagune unbekannt. Es wurden jedoch elaborierte Goldgegenstaende gefunden, unter anderm das Goldfloß von Eldorado, welches als Beweisstück für die Legende gilt.
Bei der Ankunft der Spanier wurde der Brauch schon lange nicht mehr ausgeübt, jedoch schürten die Erzählungen der gefangen genommenen Muisca die Gier der Konquistadoren. Insbesondere die Schriften von Rodriguez Freyle, der sich auf Schilderungen von Don Juan, dem Neffen des letzten Herrschers der Region um Guatavita stützte, trugen dazu bei, dass sich die Legende vom sagenhaften Goldland Eldorado entwickelte. So war die Suche nach Eldorado sogar eine der wesentlichen Triebfedern für die Erkundung und Eroberung Südamerikas durch die Spanier. In Wirklichkeit aber entstand diese Legende 1541 in Quito, erst mehrere Jahre nachdem die Muisca vom spanischen Abenteuerer Gonzalo Jiménez de Quesada besiegt worden waren. In den 1540ern suchte Gonzalo Pizarro und Francisco de Orellana Eldorado im Flussgebiet von Südamerika. Bei einer ihrer Expeditionen entdeckten sie den Amazonas. (Quelle: Wikipedia)



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La Laguna de Guatavita - un lugar mágico
El lugar favorito de mi amiga Rosmarie, tambien cooperante de INTERTEAM, se llama "Laguna de Guatavita", un lugar pacifico y magico que contrasta con el ruido y el estres que reina en Bogota.
Guatavita, la laguna sagrada, a aprox. 1 hora de Bogota, era el sitio ceremonial en el que los indígenas Muisca adoraban a Chie, su diosa del agua, por medio de ceremonias que originaron la leyenda de El Dorado y según la cual el cacique muisca llegaba acompañado de cuatro sacerdotes en una balsa de madera, antes de sumergirse impregnado en oro y cargado con los tesoros que recogía de la comunidad con el fin de abandonarlos en el agua como ofrenda y símbolo de adoración. Para los nativos el trabajo en oro no representaba valor económico sino una forma de acercarse a sus dioses.

Dicha historia llegó a oídos de los conquistadores españoles, quienes organizaron expediciones para llevarse las joyas preciosas. En efecto, se dice que en uno de los primeros saqueos ordenados por Felipe II se extrajeron catorce cargas de oro.Los españoles pretendieron desaguar la laguna varias veces,pero nunca lo lograron. Hasta hoy en dia se desconoce la hondura de la laguna. (Fuente: www.colombia.travel)
La figura de oro encontrada en Pasca, Cundinamarca, parece representar esta tradición./ Diese Goldfigur, die im gleichen Departement gefunden wurde, scheint die erwaehnte Tradition darzustellen. fuente/Quelle: http://www.banrep.gov.co/museo/esp/expo_bogota4b.htm




Monday, May 9, 2011

Mi vida en Lokombia - mein Leben im verspinnten Kolumbien

Liebe Freunde und Familie
am 1. Februar 2011 bin ich in Bogota angekommen. Ohne fixe Vorstellungen, aber mit viel Lust, Neues zu entdecken und ein neues Leben anzufangen. Inzwischen ist viel passiert und ich habe selten die Musse, um das Erlebte aufzuschreiben. Damit wir mehr in Kontakt sind und damit diejenigen, die es interessiert, wissen, was ich mache, habe ich mich entschieden, einen Blog zu starten- dies ist ein Experiment und wir werden schauen, wie fleissig ich bin! ;-)
Ich werde Fotos, Filme und Hintergrundinfos raufladen - wenn moeglich auf Deutsch und auf Spanisch, da ihr alle entweder die eine oder die andere Sprache versteht.
Ich freue mich auf Kommentare, Anmerkungen und Vorschlaege!


Meret


PS: "Lokombia" ist ein Wortspiel, das hier gebraucht wird: Kolumbien heisst auf Spanisch "Colombia", der Name ist kombiniert mit dem Wort "loco", was "verrueckt" heisst - und sehr zutreffend ist fuer dieses Land...


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Queridos y queridas amig@s y familiares

el 1 de febrero llegué a Bogotá, sin idea fija de lo que iba a hacer, pero con muchas ganas de aprender y descubrir cosas y de empezar con una vida nueva. Desde aquel momento me han pasado muchas cosas, pero muy pocos han sido los momentos en los que he tenido el tiempo para detenerme y escribirles unas líneas sobre lo que me pasaba.
Así que decidí abrir este blog para las personas cercanas que quieran saber más acerca de mi vida en este país de locos :-) Trataré de escribir en español y en alemán, ya que todos uds. entienden uno de estos dos idiomas.
Pienso subir fotos, videos e informaciones adicionales y me alegro recibir sugerencias y comentarios !!

Meret

Foto que tomamos la semana pasada, cuando mi hermano me vino a visitar, aquí nos encontramos en la Plaza Simón Bolívar, en el casco histórico de Bogotá
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Mein Bruder kam mich besuchen, hier sind wir auf der Plaza Simón Bolívar, in der Altstadt von Bogotá.