Monday, November 19, 2012

in der Schweiz! / en Suiza!

Seit fast 3 Wochen sind wir in der Schweiz; seit unserer Ankunft haben wir kaum durchgeatmet. Im Video (weniger als 5 min.) erzähle ich ein bisschen davon. Ich erwähne nicht die letzten Tage in Kolumbien, die auch ziemlich anstrengend waren - wir hatten doch viel mehr Sachen angesammelt, als gedacht. Meine letzten 4 Nächte in Cartagena verbrachte ich bei meiner Freundin Nicole, die sich unglaublich liebevoll um mich gekümmert hat. Und in Bogota waren wir wie immer bei meiner kolumbianischen Familie, die ich noch ein bisschen geniessen konnte. Auf den Fotos seht ihr Eindrücke von unseren letzten Tagen in Kolumbien und von unseren ersten Tagen in der Schweiz (allerdings sehr wenige, da wir meistens vergessen, zu fotografieren!)

Jetzt habe ich übrigens auch eine Möglichkeit gefunden, euch einen kurzen Auftritt von Eliecer als Statist in einer der grössten (wenn nicht DIE erfolgreichste !) Seifenoper Kolumbiens, über das Leben des berühmtesten Drogenbosses Kolumbiens, Pablo Escobar, zu zeigen:
http://www.caracolinternacional.com/es-co/p/107/pablo-escobar--el-patron-del-mal (Kapitel 2, ab Min. 39; Spanisch mit engl. Untertiteln)

Ich freue mich über eure Anrufe, mails, etc! Habe mich noch nicht bei vielen Menschen gemeldet, da einigest zu tun war und ist! Aber wie gesagt habe ich immer Zeit für liebe Leute!
Meine Telefonnummer: Mobile 077 483 29 07 oder Festnetz: 043 497 72 67



Desde hace casi 3 semanas estamos en Suiza y desde entonces estamos organizando y preparando un montón de cosas. Miren el video (menos de 5 minutos) y sabran como nos ha ido! No hablo de los ultimos dias en Colombia, que tambien fueron bastante cargados. Mis ultimos dias en Cartagena los pasé en casa de mi amiga Nicole, que se ocupo muy carinosamente de mi y luego estuvimos unos dias mas en Bogota, los que pude compartir con mi familia colombiana. Las fotos les daran una pequena impresion de nuestra partida de Colombia y la llegada a Suiza (aunque casi no hemos tomado fotos porque siempre se nos olvida!)

Por fin he encontrado una pagina en la que se pueda mirar la famosa novela "Escobar, el patron del mal" (tal vez la novela colombiana mas exitosa!) http://www.caracolinternacional.com/es-co/p/107/pablo-escobar--el-patron-del-mal en el capitulo 2, a partir del minuto 39 aparece Eliecer!

Todavia no he contactado a mucha gente, pero siempre me alegro por recibir correos o llamadas, mi nuevo celular es el: (desde el extranjero +41 y se quita la 0) 077 483 29 07 y el fijo (+41 y se quita la 0) 043 497 72 67.



Fotos de los ultimos dias en Colombia/ Fotos von den letzten Tagen in Kolumbien:

Fotos de los primeros dias en Suiza/ Fotos der ersten paar Tage in der Schweiz:

Wednesday, October 10, 2012

Rund ins neue Lebensjahr!/redondita y lista para un nuevo año de vida!

Geburi und Playa!


An einer Hand kann ich die Male abzählen, die wir während unserer Zeit in Cartagena im Meer badeten-bis vor 3 Wochen!: 1. Sind die Strände in Cartagena selbst nicht wirklich schön und zum Teil gefährlich (wegen starken Strömungen ertrinken immer wieder Touristen; überall liegt Abfall; das Wasser ist trüb; Verkäufer wollen dir alles Mögliche und Unmögliche verkaufen, Frauen wollen dir Massagen oder Zöpfchen im Haar aufdrängen) was das Strand-Erlebnis nicht wirklich entspannend macht. Deshalb waren wir zwei Mal an der “Playa Blanca” (weisser Strand), die Reise dorthin ist aber nicht so einfach und nicht günstig. Wir entdeckten nun aber die Insel “Tierra Bomba”, in nur 10 Minuten mit einem Fischerboot erreichbar. Zwei Sonntage verbrachten wir dort (inkl. Meinen Geburtstag). Und dieses Wochenende waren wir sogar auf den Rosario-Inseln, die liegen ca. 40km von Cartagena entfernt, was ca. 30 Minuten im Boot sind. Die Inseln gehören reichen Menschen, meist sind sie nur ganz klein und ziemlich verbaut, aber das Meer ist sehr schön dort. Wir mieteten ein nicht ganz so günstiges Zimmer auf der “Piraten-Insel” und wurden sogar upgegradet: wir durften eins der zwei teuersten Bungalows der Insel bewohnen, mit kleiner Terrasse inkl. Hängematte und Direkt-Zugang zum Meer! Wir schliefen mit offener Terrassen-Tür, der Klang der Wellen begleitete uns die ganze Nacht… Neben ausruhen besuchten wir das Aquarium auf einer anderen Insel und machten eine Kayak-Fahrt (Eliecer schmerzten die Arme noch 2 Tage danach).

Aufräumen, Verschenken, Verkaufen

Halt! Die wichtigste Nachricht hab ich ja noch gar nicht erzählt! Eliecer hat sein Visum bekommen, worüber wir uns riesig gefreut haben. Es hat schlussendlich schnell geklappt, obwohl von den Migrationsbehörden in Zürich nachgehakt und noch weitere Unterlagen eingefordert wurden – schlussendlich handelte die zuständige Sachbearbeiterin aber sehr schnell. Vielleicht auch, weil ich ein bisschen nervte. Auf jeden Fall reisen wir zusammen am 30.10., worüber ich sehr erleichtert bin.
Ich habe mich noch nie so sehr auf eine Reise gefreut oder mich so sehr danach gesehnt, glaube ich. Am liebsten würde ich gleich jetzt schon ins Flugzeug steigen.
Wir haben vor einigen Tagen mit dem Möbel-Verkauf angefangen – das Meiste ging weg wie warme Brötchen. Die Leute konnten vorreservieren und holen die Möbel in unserer letzten Woche ab. Eliecer reist frühzeitig nach Bogota und ich übernachte die letzten 4 oder 5 Nächte bei unserer Freundin Nicole (Nicoles Eltern sind Kolumbianer, sie ist in Genf aufgewachsen und lebt nun seit 2 Jahren in Kolumbien…Sie hat hier ihre eigene Sprachschule aufgebaut). Viele Sachen verschenke ich und alles, was übrig bleibt übergebe ich als Spende dem Centro Pastoral El Salvador.

Im Büro: Desillusion

Ja, ich gehe immer noch ins Büro. Aber leider merke ich, dass ich auch hier nie so richtig, richtig motiviert war – ausser vielleicht im Centro Pastoral El Salvador. Das Problem ist wirklich die Führungslosigkeit. Der Direktor ist weder persönlich präsent, noch antwortet er meine emails und Telefonanrufe. Man kann eigentlich tun und lassen, was man will – solange man die geplanten Aktivitäten durchführt und den Direktor nicht hinterfragt. Dies habe ich bei einer internen Analyse, welche ich fürs Pastoralzentrum (welches den gleichen Direktor hat) durchgeführt habe, indirekt gemacht – indem ich die Leute reden liess und alle Meinungen bzw. Alle Resultate anonymisiert mit dem ganzen Team geteilt habe – das Team und die Koordinatorin waren begeistert. Der Pater, von dem ich sonst nie eine Antwort auf meine Mails bekomme, hat sofort auf mein Dokument reagiert, und zwar mit unverhaltenem Zorn. Denn ja, die Meinungen im Team über ihn sind geteilt (und es kam heraus, dass dort ähnliche Probleme vorhanden sind wie in der Corporación), und ist es sich nicht gewohnt, dass er hinterfragt wird. Natürlich wusste er seit Monaten von der laufenden Analyse, ich wollte auch ihn interviewen. Aber aus unbekannten Gründen beantwortete er meine mails nicht und erschien nicht zum mündlich vereinbarten Termin. Deshalb entschied ich mich, die Analyse auch ohne ihn durchzuführen.

Vorher war ich überfordert mit der Vielzahl von Sachen, die ich irgendwie erledigen sollte – ohne die Region zu kennen, ohne Einführung, ohne Ahnung von gar nix, nur mit Unterstützung einer jungen Praktikantin, die mir zu 50% unter die Arme griff. Seit August, dem Moment, wo meine Kollegin Carmen Lucía die Koordination der Kultur- und Ausbildungs-Abteilung übernahm, kann ich eigentlich machen, was ich will. Niemand schaut mir auf die Finger, niemand fragt nach, was ich eigentlich mache, niemand gibt mir richtungsweisende Tipps. Ich habe zuerst die Arbeit beim Centro Pastoral fertig gemacht (Einführung in die strategische Planung) und habe mich nun daran gemacht, einen kurzen Einführungs-Workshop zum Thema Gender für das gesamte Team inkl. Unterlagen zusammenzustellen. Es ist aber ungewiss, ob dieser tatsächlich durchgeführt werden kann; für den ganzen Monat sind wieder mal viel zu viele Aktivitäten geplant.

Ich freue mich einfach, dass ich diesen Zirkus nicht mehr lange mitmachen muss. Die Corporación bekommt sehr viel Geld von der europäischen Union, verzettelt sich aber in Aktionismus, weshalb ich bezweifle, dass die Aktivitäten wirklich etwas bringen für die ärmste Bevölkerung der Region. Somit gehe ich ziemlich desillusioniert aus der Erfahrung in zwei kolumbianischen NGOs.
(Fotos am Ende des spanischen Textes)

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Cumple en la playa!

A pesar de vivir muy cerca de la playa, casi solo vamos en la mañana a caminar (hay que salir a las 6 porque ya a las 7.30 el sol ya es insoportable), pero no a bañarnos: las playas cercanas no son bonitas, (y muchas veces sucias) el agua turbia, ademas hay muchas corrientes (la gente que no conoce se arriesga y a menudo hay víctimas mortales), hay una cantidad increible de vendedores ambulantes, señoras ofreciendo masajes y trenzas con insistencia... o sea que uno mas bien va a estresarse en vez de relajarse. La playa más bonita en la cercanía es la Playa blanca, pero llegar es complicado y caro. Hace 3 semanas descubrimos la isla  “Tierra Bomba”, que solo queda a 10 minutos en barco, ahi pasamos dos domingos seguidos (incluso mi cumple). Este finde incluso estuvimos en las islas del Rosario, a aprox. 40 km de Cartagena o 30 minutos en barco. Las islas son, en general, pequeñas y pertenecen a personas muy ricas, el agua muy cristalina y linda. Nos quedamos en la isla del pirata, habíamos reservado un cuarto no tan barato pero tampoco exageradamente caro, y no sé por qué, pero nos cambiaron a la cabaña más cara del hotel, con una terracita privada con hamaca y acceso directo al mar! Dormimos delicioso, con la puerta abierta hacia el mar…  aparte de descansar dimos una vuelta en kayak y visitamos el acuario, con algunos peces que me impresionaron mucho. (casi no hay fotos porque se nos olvidó recargar la batería de la camara... dos despistados de viaje!)

Ordenar, vender, regalar 

Un momentico! Como dirían los colombianos. Se me olvidó contar lo más importante! Ya a Eliecer le dieron la visa, fue super complicado y en la policía migratoria de Zurich nos pidieron aun mas papeles, pero al final funcionó y estamos muy contentos y aliviados por poder viajar juntos!
Creo que nunca en mi vida me he alegrado tanto por hacer un viaje, estoy contando los días, en realidad me gustaria subirme al avion ya.
 Ya empezamos a regalar y vender cosas, la gente está super interesada en comprar los muebles. Eliecer va a viajar antes a Bogota, y yo me quedaré las ultimas 4 o 5 noches donde nuestro amiga Nicole (tiene padres colombianos pero creció en Ginebra, Suiza y vive en Colombia desde hace 2 años...tiene una escuela de idiomas en Cartagena). 

En la oficina: desilusionada

Todavía trabajo, pero la verdad es que me he dado cuenta que lastimosamente nunca estuve realmente motivada, con excepción al apoyo para el Centro Pastoral El Salvador. Para mí, el gran problema es la falta de liderazgo. El director casi no está presente, ni físicamente, y tampoco contesta mis correos o llamadas telefónicas. En realidad uno podría hacer lo que quisiera, con la condición de realizar las actividades planeadas y si uno no cuestiona al director. Esto me pasó indirectamente al realizar un análisis interno para el Centro Pastoral (cuyo director es la misma persona), porque dejé que las personas hablaran, recogí sus opiniones, las compartí con todo el equipo en un documento (antes las había organizado y anonimizado), al equipo y a la coordinadora general le gustaron. El padre, que no estuvo presente en el proceso (se le informó, se le convocó, pero nunca contestó mis correos – y el proceso había durado como 6 meses) reaccionó inmediatamente al recibir el documento, con un correo lleno de ira.  La razón? Algunas opiniones no le eran muy favorables (y son problemas similares a los que he podido observar en la Corporación), y no está acostumbrado a ser cuestionado y a escuchar opiniones de manera tan directa. Y esto a pesar de que me esforcé por dibujar un cuadro bien equilibrado.

Al principio, cuando estaba en el puesto de coordinación del eje cultura y educación, estaba completamente sobrecargada y estresada por la cantidad de cosas que se esperaba de mí – sin conocer la región, sin recibir una inducción, y con la única ayuda de una jóven practicante (que compartía con otro compañero...o sea que sólo trabajaba de vez en cuando para mi). Desde que, en el mes de agosto, mi compañera Carmen Lucía retomó el puesto, puedo practicamente hacer lo que me de la gana. Nadie me ha dicho lo que se espera de mi, nadie me acompaña. Así que terminé el trabajo con el Centro Pastoral (introducción a la planeación estratégica, dar recomendaciones para organizar ciertos aspectos del Centro), y en este momento estoy preparando un taller para el equipo de la Corporación sobre género. Vamos a ver si de verdad lo puedo hacer, ya que la agenda está completamente desbordada, como siempre.  

La verdad es que estoy aliviada por poder irme pronto, me imagino que ya lo habrán notado. La Corporación recibe mucha plata de la Unión Europea y de otras entidades, pero con su manera de trabajar dudo mucho que logre cambiar algo para los más desfavorecidos de la región. De hecho, me voy muy desilusionada de mi experiencia laboral en dos ONGs colombianas...

Saturday, September 1, 2012

Hochzeit à la Meret y Eliecer/ boda al estilo de Meret y Eliecer



Wir haben geheiratet! Und zwar auf abenteuerliche Weise. Weil es nicht geplant war, wusste niemand richtig davon - mir fehlte die Zeit, zu informieren und es war auch überhaupt nichts sicher. Also bitte, bitte nicht enttäuscht sein, dass ich euch nicht schon vorher eingeweiht habe! Wir holen die Feier im Frühling 2013 in der Schweiz nach.
Im Video erzähle ich, wie's soweit kam. Eine Korrektur: irgendwann rede ich vom Mittelmeer...eigentlich meine ich das karibische Meer. Keine Ahnung, wie ich das verwechseln konnte. Vielleicht, weil ich mit dem Herz schon ein bisschen in Europa bin.
Denn das Ticket ist schon gekauft: am 31. Oktober komme ich in der Schweiz an! Eliécer ist dann hoffentlich mit dabei, hoffentlich klappt alles mit dem Visum.



übrigens habe ich vor ein paar Monaten ein Kapitel über kolumbianische Musik geschrieben (schaut oben bei den Titeln).
Weil ich wiedermal riesen Stress vor der Abreise in die Ferien hatte, habe ich es nicht geschafft, einen Artikel für Interteam fertigzuschreiben...dies musste ich dann in Lima noch nachholen...auf S. 14-15 seht ihr das Ergebnis, es geht um Frauen und Macht in Kolumbien. Hier geht's zum Download der Zeitschrift von Interteam.

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Nos casamos!! Y como muchas cosas en mi vida, fue una aventura. Mirando atrás no hubiera querido casarme de otra forma. Ni siquiera me quedó tiempo para avisar a nadie, de hecho no estuvimos seguros si lo ibamos a lograr o no hasta el último minuto. Así que por favor no se molesten!! Haremos una pequeña celebración a principios del otro año en Suiza y los estaremos avisando con tiempo!
En el video sabrán todo sobre nuestra boda loca... otra historia para contarles a mis nietos!
Y otra buena noticia: el 31 de octubre llegaré a Suiza! Si todo sale bien con la visa de Eliécer, él estará conmigo. Si no, seguirá más tarde.


Otra cosita: hace unos dos meses escribí un capítulo sobre la música colombiana...está arriba a la derecha en uno de los títulos (Musica)



Monday, August 20, 2012

chimpu! Peru!

(Fotos ganz am Schluss)/ Español y fotos más abajo
Vorgezogene Flitterwochen, Lebenswunsch-Erfüllung, Besuch bei Cécile, Ausnützen der Mobilität vor schreiendem Baby: dies alles war unser Peru-Trip.

Ich war lange zerrissen, wusste nicht, ob ich nach Honduras, in die USA (zu meinem Bruder) oder zu Cécile nach Peru sollte. Cécile ist mit Julio, einem Peruaner, verheiratet, und seit Januar leben sie mit ihrem 4-jährigen Sohn Joan in Lima, der Hauptstadt Perus. Weil Eliecer immer schon Machu Pichu kennenlernen wollte und kein Visum brauchte (ein Wunder! Kolumbianer brauchen sonst für überall ein Visum!) und natürlich, um Cécile zu sehen, entschieden wir uns, für 2 Wochen zu reisen - viel zu wenig für ein Land wie Peru, aber immerhin.

Die überraschende Schönheit Limas und das stinkende Gold
Es war super! Von Lima hatte ich viel Schlechtes gehört (Smog, Verkehr, schlechtes Wetter), aber das ist im Vergleich zu Bogota alles sehr harmlos. Wir genossen die Nähe zur Küste (von Céciles Wohnung aus sieht man das Meer!), das angenehm kühle (und doch ab und zu sonnige) Wetter, das super Essen, die schöne Architektur, Joans lustige Aussagen etc. Er adoptierte Eliecer sofort (ihm schmerzten die Arme noch während Tagen vom vielen Kämpfen und Herumtragen...)
Für ein paar Tage reisten wir dann nach Pisco in den Süden (ca. 3-4 Busstunden von Lima entfernt), Joan, Cécile und Julio kamen später nach. Die Landschaft ist trocken, z.T. wähnt man sich eher in Marokko als in Südamerika. Wir machten eine Touri-Tour auf die Insel Ballestas und den Nationalpark Paracas - wunderschön, aber wir merkten, dass wir keine Horden-Tiere sind und für alles doppelt so viel Zeit bräuchten als die 0815-Touris. Auf den Inseln wohnen Pinguine,  Seelöwen, und v.a. unglaublich viele Vögel, deren Scheisse nicht nur unglaublich stinkt, sondern auch ein sehr beliebtes Dünge-Mittel ist - Peru hat damit sogar schon sein Aussenhandels-Defizit begleicht! Auf einer vorgelagerten Insel befindet sich der "Kerzenleuchter von Paracas", ein in den Fels graviertes Bild  ähnlich den Nazca-Linien, aber bedeutend kleiner und jünger. Er diente wahrscheinlich Seefahrern als Orientierungszeichen zur Navigation. Mit der ganzen Gruppe (inkl. einem Freund Julios und dessen Tochter) machten wir dann noch eine Abenteuer-Dünen Fahrt (eine für die Männer, ein bisschen wilder, und einen gemütlicheren für die Frauen und Kinder) und danach fuhren wir noch zu der bekannten Oase Huacachina, wo wir eine grosse Düne erklimmten und dann mit viel Geschrei und Gelächter runterrutschten.

Cusco und Machu Pichu

 Dokumentarfilm über Machu Pichu...ist einfach atemberaubend beeindruckend! Leider hatte es am Tag, wo wir da waren, viel zu viele Touristen - es war Nationalfeiertag und somit hatten alle Peruaner frei. Somit ging viel der mythischen Atmosphäre verloren.

für 4 Tage waren wir in der Hauptstadt der Inkas, besuchten Machu Pichu und weitere wichtige Inka-Stätten. Um wirklich einen guten Eindruck von der ganzen Geschichte und der Region zu bekommen, müsste man aber sicher einen Monat bleiben. Es hat uns unglaublich gut gefallen, wir wollten gar nicht mehr weg. Meine Befürchtungen wegen der Höhe (Cusco liegt auf 3‘400 m.ü.M) waren zwar nicht unbegründet, aber ausser Müdigkeit habe ich sie sehr gut ertragen. Ich bin sogar auf den Machu Pichu und auf einen der beiden Berge hochgewandert! (liegt aber auch um einiges tiefer als Cusco)
Einzige Enttäuschung waren die Touri-Guides, die nur sehr oberflächlich informierten, und mehr  selbsterfundene Geschichtchen und Witze erzählten, als uns wirklich den Inkas ein bisschen näher zu bringen.



Für viele Touris ist shoppen wichtiger als "alte Steine". Diesen Teil der Führung fanden wir beide aber interessant: eine Indigene Frau erklärt den aufwändigen Färbe- und Webprozess ihrer Produkte (auf spanisch)./ Para muchos turistas, es más importante comprar y tomar fotos que mirar "piedras viejas". Sin embargo, nos gustó esta parte de la excursión, en la que una mujer indígena explica el proceso dispendioso de la coloración y el tejer de sus artesanías.

…und dann vor allem eins: Stress.
Eliecer blieb nach der Rückkehr aus Peru gleich in Bogota, um wichtige Papiere für sein Visum in die Schweiz zu organisieren. Ausserdem fuhr er in seine Heimatstadt Buenaventura, um nach seiner Mutter zu schauen. Gleichzeitig versuchte ich, noch offene Infos zusammenzusuchen (die Schweizer Botschaft war weder hilfsbereit noch in seinen Infos sehr klar) und Papiere zusammenzusuchen, die es z.T. in Kolumbien schlicht und einfach nicht gibt. Was dann geschah lest ihr im nächsten Kapitel!

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Una luna de miel anticipada, la realización de un sueño, la visita de una querida amiga, aprovechar los ultimos meses sin bebé…. Todo esto y mucho más fue nuestro viaje a Perú. 
Por mucho tiempo estaba indecisa si viajar a Honduras, a los Estados Unidos (a visitar a mi hermano), o visitar a mi amiga Cécile en Perú. Cécile, su esposo peruano Julio y su hijito Joan de 4 años se fueron a vivir a Lima desde el mes de enero de este año. Como Eliecer siempre había querido conocer Machu Pichu y como Peru es uno de los pocos países para los que los colombianos no necesitan visa, y por supuesto también para ver a Cécile, tomamos la decisión de viajar a Perú por 2 semanas – muy poco para conocer este hermoso país, pero algo es algo.

Sorprendidos por la belleza de Lima ... y por el hedor del oro negro 
La pasamos super bien! Muy al contrario de lo que había escuchado de Lima (contaminación, tráfico, mal tiempo) nos encantó: la cercanía del mar, los parques verdes y bien cuidados, el clima (fresquito pero casi siempre salía el sol), la comida riquísima, la arquitectura, y por supuesto la compañía de nuestros amigos. Joan adoptó inmediatamente a Eliécer y como resultado, a Eliecer le dolía el brazo durante muchos días por tantos juegos y levantadas.
Por unos días viajamos a Pisco, al sur de Lima (aprox. 3 o 4 horas en bus), Joan, Cécile y Julio nos siguieron más tarde. Los paisajes son deserticos, a veces uno tiene más la impresión de encontrarse en un país como Marruecos y no en América del Sur. Hicimos un tur a las islas Ballestas y al Parque Natural Paracas – todo muy bonito, pero nos dimos cuenta que necesitamos de mucho más tiempo para disfrutar de las cosas que el promedio de la gente, nos hubiera gustado hacer las cosas con más calma. En las islas hay pinguinos, leones marinos, y sobre todo muchos, muchos pájaros, cuyo guano, a pesar de apestar asquerosamente, es una de las grandes riquezas del país, ya que lo sacó una vez (o varias veces) de la deuda externa- es muy codiciado como abono. En una de las islas se puede observar el famoso “Candelabro de Paracas”, un dibujo grabado en la piedra y la arena que se parece a las líneas de Nazca (sólo más pequeño y menos antiguo). Su origen es aún un misterio. Con todo el grupo (inclusive un amigo de Julio y su hija Camila) hicimos un tour aventurero en las dunas cerca de Pisco (un tour para los hombres, con más adrenalina, y uno tranquilo para las mujeres y niños). Luego viajamos hasta el oasis conocido de Huacachina, donde subimos a una duna enorme y de la que bajamos corriendo y deslizandonos, claro, con muchas risas y gritos. Acabamos como unos monstruos de arena!

Cusco y Machu Pichu
Durante 4 días descubrimos la capital de los incas, visitamos Machu Pichu y otros lugares importantes para los Incas. Sin embargo, para conocer bien la región habría que quedarse por lo menos un mes, hay demasiadas cosas que ver, todo muy interesante y hermoso. Por suerte que soporté bien la altitud (Cusco queda a 3’400 metros sobre el mar), lo único era que me cansaba muy temprano. Incluso subí a Machu Pichu y a uno de sus cerros a pie (aunque queda bastante más abajo que Cusco)
La unica decepción fueron los guías turísticos, que se la pasaban más tiempo contando historias inventadas que informando realmente sobre los incas. 


Documental sobre Machu Picchu (5:10 min)

…CORRIENDOOOOO!!!!
Al volver a Colombia, Eliécer se quedó en Bogotá para organizar papeles importantes para su visa suiza, y luego viajó a Buenaventura para ocuparse de asuntos de su madre. Y yo, desde Cartagena, trataba de organizar los demás papeles y de investigar sobre todo lo que se necesitaba, ya que la embajada no fue muy cooperativa y las informaciones en internet no siempre muy claras. Lo que pasó luego …lo sabrán en el siguiente capítulo! 

Sunday, July 15, 2012

ein kolumbianisches Leben/una vida colombiana

Die Mutter von Luz (ein Frauenname, bedeutet "Licht") starb, als sie 11 Jahre alt war. Mit 15 verkaufte sie ihr Bruder, der sie schon seit Jahren schlug, an einen über 70-jährigen Mann. Am Abend vor der Hochzeit lief Luz weit, weit weg und arbeitete auf einer Bananen-Plantage. Leider war dies aber nicht weit genug für ihren Bruder- dieser fand ihn und schlug sie so fest, dass ihre Haut am Rücken völlig aufgesprungen war. Wie sie diesmal dem Bruder entkam, weiss ich nicht. Auf jeden Fall wurde Luz daraufhin, mit ca. 16 Jahren, von Paramilitärs rekrutiert, welche sie während 6 Monaten auf einem Hof für den Kampf trainierten. Bevor sie aber wirklich in den Krieg ziehen sollte, floh sie wieder - diesmal noch weiter, bis nach Cartagena. Während einer Woche schlief sie auf der Strasse, bis sie der staatliche Sozialdienst auflas. Sie lernte, zu kochen und verdiente ein bisschen Geld als Köchin. Sie baute sich ein kleines Häuschen aus Plastik in einem Armenviertel, ihr erstes eigenes Dach, obwohl in der Regenzeit sich ein richtiger Bach durch ihr Wohnzimmer schlängelte. Sie gebar zwei Kinder - ein Mädchen und ein Junge -  und machte eine gratis-Ausbildung als Gesundheitsberaterin (eine kurze, sehr praktische Krankenschwester-Erste-Hilfe-Ausbildung, könnte man sagen). Erst mit einer psychologischen Betreuung, die sie bekam, lernte sie, mit ihrer Vergangenheit ins Reine zu kommen, ihre Wut abzubauen und ihre Kinder nicht zu misshandeln. Als ihr kleines Plastik-Holz-Häuschen und damit alle ihre wenn auch noch so bescheidene Habseligkeiten durch einen Kurzschluss abbrannte, suchte sie die belgische Nonne Beatrice auf, die in der Region das Pfarreizentrum "El Salvador" leitete und ihr Arbeit gab. All das, was sie durchgemacht und gelernt habe helfe ihr heute, sich um andere Leute mit ähnlichen Schicksalen oder Lebenslagen mit Rat und Tat beizustehen. Ihre beiden Kinder haben in der Universität studiert - was in Kolumbien grosse Aufopferung der Eltern bedeutet! und wie so viele Frauen wurde Luz von ihrem Mann verlassen - zusätzlich hat sie ein kleines Mädchen bei sich aufgenommen. Die Eltern hatten keine Arbeit und somit kein Geld, Luz bot ihnen an, das Mädchen bei sich aufzunehmen, bis sie aus den Schwierigkeiten raus seien. Das Paar lebt immer noch im Quartier - holte die Tochter aber nie ab.
Dies alles hat mir Luz in einer halben Stunde erzählt, als sie mich zur Busstation begleitete. Frisch von der Leber, ohne Fragen oder Nachfragen meinerseits. Einfach so. Sie hat mich nur ein paar Mal gesehen. Ich bin schlecht im Schätzen, Luz kann 50, 55 Jahre alt sein. Oder vielleicht jünger? Ich weiss es nicht. Eliécer meint, es gäbe viele solcher Geschichten in Kolumbien. Sogar noch viel schlimmere. Da bin ich wirklich einfach wiedermal dankbar für mein Leben - und bewundere solche kämpferischen und starken Menschen wie Luz. Es ist auch eine Motivation für meine Arbeit. Bei meinen Besuchen in der Suppenküche und Aufpäppelung-Station von unterernährten Kindern des Pfarreizentrums in einem der ärmsten Quartiere Cartagenas hört man sehr viele Lebensgeschichten, man sieht die Armut aber auch mit blossem Auge: ungeteerte Strassen, die sich bei Regen in ein Schlammfeld oder sogar Teiche verwandeln, offen fliessendes Abwasser, zusammengeflickte kleine Häuschen.

Mir geht es gut, ich bin schon fast im 5. Monat schwanger. Bald besuchen Eliécer und ich für 2 Wochen Cécile in Peru. Neben Lima werden wir sicher auch Machu Pichu besuchen. Wir freuen uns sehr - für Eliécer ist es die erste grosse Reise!

Quartier Nelson Mandela in Cartagena, wurde von vom Krieg Vertriebene gegründet/barrio Nelson Mandela en Cartagena, fundado por desplazados por el conflicto interno de Colombia

Luz tenía 11 años cuando su madre se murió. Su hermano, que la golpeaba con frecuencia, la vendió a los 15 años. Antes de que el comprador, que tenía más de 70 años, se pudiera casar con ella, se escapó de la casa. Sin embargo, su hermano la encontró en la bananera en la que estaba trabajando y la golpeó muchísimo, afirma que tenía toda la espalda abierta. Desconozco cómo logró escaparse esta vez de su hermano. A los 16, un grupo paramilitar la recrutó y la entrenó durante 6 meses en una finca. Antes de entrar a la guerra, logró escaparse. Esta vez caminó muy lejos, hasta Cartagena. Durante una semana durmió en la calle, done Bienestar Familiar la recogió. Aprendió a cocinar y empezó a trabajar como cocinera. Con plástico construyó su primera casita en uno de los barrios pobres a los que llegan los desplazados. Su primera casita propia, aunque en la temporada de lluvias se llenaba de agua. Tuvo dos hijos – una niña y un niño- y se capacitó como promotora de salud en un curso gratuito de un médico belga. Sólo con la ayuda de una sicóloga aprendió a manejar su rabia, perdonar y no maltratar a sus hijos. Un día se quemó su casita de plástico y madera y con ella todas sus humildes pertenencias. Buscó a la hermana Beatriz, misionera belga y fundadora del Centro Pastoral, quien le dio trabajo. Afirma que las dificultades y los aprendizajes de su vida le ayudan y la motivan a darle consejo a otras personas, a acompañarlas en momentos difíciles. Sus hijos estudiaron en la universidad – un gran logro en Colombia, ya que la educación es muy cara y hay pocas oportunidades para personas con pocos recursos financieros. Como muchas mujeres colombianas, el esposo de Luz la abondonó. Hace 11 años acogió, además, a una pequeña niña cuyos padres no tenían trabajo y por lo tanto no tenían como alimentarla. Luz les propuso cuidar a la niña hasta que ellos se hayan recuperado financieramente. Los padres nunca volvieron, aunque siguen viviendo en el mismo barrio.
Toda una vida contada en media hora mientras me acompañó a la estación de bus. Sin que yo se lo pidiese o hiciera alguna pregunta. Sólo me había visto unas pocas veces. Luz tendrá 50, 55 años… no lo sé, soy muy mala para estimar edades. Eliécer me dice que hay muchos casos como el de Luz. Incluso casos mucho más difíciles. Me siento muy afortunada por mi vida y siento una profunda admiración por personas tan fuertes y luchadoras como lo es Luz. También me motiva para seguir con mi trabajo. Durante la visita al comedor y la estación médica para el acompañamiento de niños desnutridos en el barrio Nelson Mandela escuché muchas historias, pero sólo con pasar en bus, o caminar unas cuadras se nota la miseria: calles sin pavimentar que se convierten en lodazales o charcos en tiempos de lluvia, aguas negras a cielo abierto, casitas improvisadas con diversos materiales. 

Yo estoy muy bien, casi tengo 5 meses de embarazada. Mi pansa no es muy grande, pero crece y ya me siento un poco pesada. A finales de esta semana viajamos a Perú para visitar a mi amiga Cécile que vive en Lima. Nos alegramos un montón!

Sunday, July 1, 2012

im Land, wo's einem nie langweilig wird/en el país en el que uno nunca se aburre


Drogenbaron oder Heiliger?
er hatte gut zu lachen - spielte der kolumbianischen Justiz viele Schnippchen
In Kolumbien läuft immer etwas, ich habe es schon mehrmals geschrieben. Seit einem Monat hat z.B. die Ausstrahlung zur besten Sendezeit der  Verfilmung des Lebens vom berühmt-berüchtigten Drogenbaron Pablo Escobar in Form einer Seifenoper („novela“) angefangen. Eliécer hatte übrigens einen kurzen Gastauftritt als Bodyguard! Ich habe mich bisher nicht mit Escobars Geschichte beschäftigt, aber die Novela ist spannend, gut gemacht und hat mein Interesse geweckt, mehr zu erfahren. Escobar war keineswegs der einzige skrupellose Drogenbaron, es gibt immer noch viele davon.  Während seiner erfolgreichen Jahren waren viele Politiker und reichen Leute mit ihm befreundet, profitierten von seinem Geld und Einfluss. Leute, die heute immer noch in Kolumbien (mit)bestimmen, sogar der Expräsident, Uribe, der sich gerne als der grosse Drogen-Verfolger darstellte, bzw. seine Familie, war nachweislich mit Escobar in engem Kontakt. Weil Escobar ausserdem mit seinem Geld auch viel Gutes gemacht hat, z.B. ein ganzes Viertel für Obdachlose in Medellin, wird er vor allem von der Unterschicht verehrt – es wird sogar eine Art Heiligenkult um ihn gemacht. Schwarz-weiss ist also auch bei einem der international berühmtesten kolumbianischen Figuren zu einfach gedacht.

Eigene Entführung inszeniert?
Seifenoper-Artiges ist auch mit einem kolumbianischen Politiker passiert, er wurde 2002 zusammen mit 11 Abgeordneten-Kollegen im Departement Valle del Cauca von der FARC entführt, er war der einzige Überlebende und wurde 2009 frei gelassen. Nun wurde er verhaftet, weil er angeblich selbst einer der Drahtzieher der Entführung war, Beweis sollte Ton- und Bildmaterial sein. Nun haben internationale Experten richtig gestellt, dass es sich nicht um die gleiche Person handelt, trotzdem ist er immer noch in Gefangenschaft. Viele vermuten, dass der Politiker in Wahrheit irgendwelche einflussreichen Feinde hat, die ihn eliminieren wollen.

Highsociety-Drame: eine der Verdächtigten und das Opfer - sie hatte anscheinend eine Affäre mit ihm und ihr Freund brachte ihn deshalb um....
Solche Geschichten gibt es hier viele, man sieht immer nur einen Teil der Realität. Was hintendurch alles geschieht, kann man nur vermuten. Ein anderer Fall ist der Tod eines dunkelhäutigen reichen Jungen der Karibik-Küste, der an der Elite-Universität „los Andes“ in Bogotá (super teuer, je nach Studienrichtung ca. 3‘000 CHF/Semester) studierte. Erst Tage nach Auffinden des Körpers und diversen Ungereimtheiten wurden Nachforschungen gestartet, bei denen verschiedenste Beweismittel verschwanden. Haupttäter sollen Mitstudenten sein, Motiv Eifersucht oder Rassismus/Diskrimination, diese haben aber äusserst einflussreiche und reiche Familien, die alle legalen und illegalen Mittel daran setzen, um die jungen Erwachsenen aus der Untersuchungshaft frei zu bekommen. Diese sind aber nur in Bedrängnis, weil auch die Familie vom Ermordeten sehr viel Geld hat und Druck ausübt – sonst wäre der Fall schon längst vom Tisch.

...und auch in meinem Leben wird's nie langweilig
In meinem Leben ist auch sehr viel gelaufen. Ich bin im 4. Monat schwanger und werde nur noch bis im Oktober in Kolumbien bleiben, um in der Nähe von Familie und Freunden zu sein. Mein Bauch ist langsam am wachsen – man sieht es auf den Fotos aus Haiti – die ersten 3 Monate waren sehr schwierig, ich litt unter viel Übelkeit. Ausserdem war Eliécer nicht da, um mir beizustehen, da er in Bogotá und anderen Regionen Arbeit fand und mehr als 2 Monat weg war. Die Hitze setzt mir immer noch zu und ich sehne mich nach europäischer und internationalen Küche: Schoggi! Salat mit guter Salatsauce! Käse! Aprikosenwähe!

Besuch in Bogotá/visita en Bogotá

Bogotá und Ayiti
Ich war für ein paar Tage in Bogotá am Jahrestreffen von Interteam (nichts Weltbewegendes, aber ich konnte meine kolumbianische Familie und einige Freunde von Bogotá treffen) und dann war ich vor kurzem auch 1 Woche bei meinem Vater in Haiti (meine Mutter ist seit ca. 1 Monat wieder in der Schweiz). Haiti hat mir super gefallen: das Land ist wirklich wunderschön, die Leute begrüssen einem mit einem Lachen, das von einem Ohr bis zum nächsten reicht, die Kultur und Geschichte reich- Haiti ist das zweite amerikanische Land nach den USA, das die Unabhängigkeit erreicht. Ganz anders also, als das verbreitete Bild von Misere – die natürlich die schlimme Realität ist, erfasst aber nicht alle Aspekte und den ganzen Reichtum des Landes . Mein Vater hat mich verwöhnt, wir haben eine Reise durchs Land gemacht (in den Norden nach Cap Haitien und danach an den Strand in Moulin-sur-Mer), waren an einem Konzert und an gemütlichen Versammlungen mit (Arbeits)kollegen. Nicht umsonst war Haiti bis in den 1980ern der grösste Konkurrent von Kuba  für die Flitterwochen der Amis – auch die Clintons verbrachten dort ihre Flitterwochen.

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Narco o santo?
Siempre pasan muchas cosas en Colombia, ya lo he dicho varias veces. Hace más o menos un mes empezó la novela sobre la vida de Pablo Escobar. Eliécer apareció en una escena como extra - como guardaespaldas, como siempre. Hasta este momento no me había interesado mucho por él, pero la producción me parece bastante buena, así que empecé a investigar y a discutir del tema con varias personas. Escobar fue tal vez el más conocido, pero no el único narcotraficante – de hecho los sigue habiendo por montones. Lo interesante es que durante sus años de éxito estuvo en contacto estrecho con la élite económica y política del país – gente que sigue teniendo el poder- una lista que incluye también a la familia del expresidente Uribe, que tanto le gusta presentarse como gran enemigo de las drogas. A parte de ser un hombre sin escrupulos que mató a mucho gente, también es reconocido por sus buenas obras, por ejemplo hizo construir un barrio entero para personas desamparadas. Esta es la razón por la que algunas personas lo veneran como un santo. 

Organizó su propio secuestro?
Una historia que también se podría utilizar como novela o película es la del político Sigifredo López, quien enel año  2002 fue secuestrado junto a 11 compañeros diputados del departamento del Valle del Cauca por las FARC. Es el único sobreviviente y fue liberado en el año 2009. Hace más o menos 2 meses fue arrestado por supuestas pruebas que lo vincularían con las FARC y lo convertirían en victimario, responsable del secuestro. Las pruebas eran pruebas de sonido y videos, pero expertos internacionales aseguran que en el material presentado no se trata de Sigifredo. Aun así sigue en captura. Mucha gente cree que en realidad tiene enemigos poderosos que se quieren deshacer de él.
De estas historias hay muchas, y las personas corrientes nunca se van a dar cuenta lo que ocurre de verdad o cuales son los fondos. Otro caso es la muerte de un jóven costeño de piel oscura (en comparación con la gente de Bogotá!) de familia rica que estudiaba en la universidad de los Andes, una universidad elitista en la que un semestre cuesta como 3000 dólares.  Sólo varios días después de la aparición del cuerpo y porque la familia de la víctima es pudiente se empezaron unas investigaciones, en las que desaparicieron varios informes y surgieron otras inconsistencias. Se sospecha que varios compañeros suyos están involucrados en el asesinato, y que el motivo es una historia  de triángulo amoroso o también discriminación/racismo. Sin embargo, los sospechosos son miembros de familias influyentes y ricas que utilizan todos los medios existentes – legales e ilegales – para tapar los hechos. La historia ya estaría olvidada si la familia de la víctima no tuviera dinero también. 

Mi vida cambia por completo...no llego a aburrirme tampoco
En mi vida también han habido cambios enormes. Tengo 4 meses de embarazo, en octubre nos devolvemos a Suiza para estar cerca de mi familia y mis amigos. Mi pancita crece poquito a poco – la podrán observar en las fotos de Haití – y por suerte pasaron los primeros 3 meses, en los que sufrí mucho de náuseas. Fue duro porque estaba muy sola, Eliécer se ausentó durante más de dos meses porque encontró trabajo en Bogotá y en otras regiones de Colombia. El calor me está cayendo super mal y la comida europea e internacional me hace mucha falta (quesos! chocolates! ensaladas con aderezo!!!). Pero ya me estoy sintiendo mucho mejor!

Bogotá y Ayiti
Estuve unos días en Bogotá para participar en el encuentro anual de Interteam (nada del otro mundo, pero pude ver a mi familia colombiana y a algunos amigos), también estuve por 1 mes en Haiti para visitar a mi papá. Mi mamá regresó a Suiza porque no había encontrado trabajo en Haití. El país, muy al contrario de su reputación, es muy bello, la gente es encantadora, me encantó. Mi papá me consintió bastante, hicimos un viaje, salimos a un concierto y tuvimos dos cenas con compañeros de él.  De hecho, Haití fue, hasta los años 80, uno de los lugares favoritos de los norteamericanos para pasar sus vacaciones. Hillary y Bill Clinton también pasaron su luna de miel en este país.

Tuesday, May 8, 2012

Diesen Monat mal per Video-Botschaft!/ Este mes en forma de un video!

Ich nahm mir den Vorschlag von Andrea Malele-Makrele zu Herzen und habe meine monatliche Botschaft in ein Video verpackt! Es dauert 13 Minuten, ich erzähle von meiner Arbeit und den lustigen und bekümmernderen Seiten der "Cumbre de las Américas", (Gipfel aller amerikanischer Länder - ausser Kuba), ausserdem zeige ich meine kleine Wohnung. Den 20-Minuten-Bericht über Dania, die Edelprostituierte, die das Tun und Lassen des Secret Service international an den Pranger stellte, findet ihr hier.
Ich habe ausserdem einen Rundbrief für Interteam geschrieben. Diesen könnt ihr hier direkt runterladen




hier die umstrittene Werbung für Flüge nach Cartagena/la publicidad de la que hablo en el video

Le hice caso a una amiga y aqui les presento el resultado: mi informe mensual en forma de video! ;-) dura 13 minutos y hablo de mi trabajo, de la famosa "Cumbre de las Américas" que se celebró en Cartagena y de la misteriosa desaparición de "Ublime", y además muestro mi apartamento. Espero que lo disfruten!

Sunday, April 15, 2012

Medellín nach Escobar und seinem Drogenkartell/Medellín después de Escobar y su cartel

Über Ostern waren meine Eltern zu Besuch in Cartagena, wir machten zwei kleine Reisen ins verschlafene Mompox und ins pulsierende Medellín - meine Idee war es, meinen Eltern einen kleinen Eindruck der Vielfältigkeit dieses Landes zu geben. Dies gelang mir zum Glück, denn die Reise hat ihnen sehr gefallen.

Mompox, eine koloniale Stadt unweit südlich von Cartagena (aber durch komplizierte und abenteuerliche Reise mit Bus, Boot und Taxi dauert diese ca. 6 Stunden), ist Schauplatz des Französisch-Italienischen 80er-Jahre-Verfilmung des Buches "Chronik eines angekündigten Todes" von Gabriel García Márquez (mit Ornella Mutti und Rupert Everett... die im Film Kolumbianer spielen...allerdings für mich nicht sehr überzeugend!). Das weissgestrichene Städtchen am rio Magdalena war bis zur Mitte des 19.Jh ein wichtiger Handelsknotenpunkt, bis der Fluss entschied, woanders durchzufliessen - und Mompox in Vergessenheit gerat. Heute zählt Mompox zum UNESCO-Welterbe und erwacht nur für die religiösen Feierlichkeiten wähend Ostern aus seinem Schönheitsschlaf. Wahnsinnig viel gibt es hier nicht zu tun, wegen der Hitze ist der Drang nach Aktivitäten aber auch nicht so gross. Wir genossen die wohltuende Ruhe - welche nur von der schrecklichen Vallenato-Musik gestört wurde, die überall aus Lautsprechern dröhnt. Vallenato ist des costeños grosse Liebe - und er kann nicht verstehen - wie kann man!-, dass es Menschen gibt, die tatsächlich diesen Musikstil nicht mögen!! Mompox ist bekannt für seine wunderschöne filigrane Gold- uns Silber-Schmiedekunst (ich habe natürlich geshoppt) und seine Holzschaukelstühle, mit der die Hitze gleich erträglicher wird. An einem Nachmittags-Ausflug zu Boot sahen wir nicht nur die wunderschöne Flusslandschaft, sondern es war überall voll von Leguanen, schönen Vögeln, Zebus, Fischen und sogar Affen.

meine Errungenschaften aus Mompox! diejenigen auf der rechten Seite sind präkolumbianisch inspiriert, mein Vater hat sie mir geschenkt ;-)/ mis recuerdos de Mompox! los de la derecha tienen inspiración precolombina, me los regaló mi papá! ;-)



Die 2. Reise führte uns nach Medellin. Wir hatten ein Hotel in 5 Minuten-Distanz vom Flughafen entfernt reserviert, wobei wir erst bei der Ankunft merkten, dass es in Medellin zwei Flughäfen gibt, und dass wir natürlich im anderen Flughafen angekommen waren… Medellin hat im Ausland wegen seiner Drogenkartell-Vergangenheit unter Pablo Escobar einen schlechten Ruf. Ich hatte schon viel Gutes gehört, erwartete aber nicht, dass die Stadt mir so super gefallen würde! Die Leute, das Klima (nicht umsonst wird sie die Stadt des ewigen Frühlings genannt), das kulturelle Angebot, die zahlreichen Stadtparks, die Ausflugsmöglichkeiten und vor allem: ein funktionierendes Transportsystem!! Dieses besteht aus zwei Metrolinien und mehrere Seilbahn-Linien, welche das Zentrum mit den höher gelegenen armen (und gefährlichen) Quartieren verbindet. Die EinwohnerInnen von Medellin (und des departamentes Antioquia) nennen sich "paisas" und haben den Ruf, sehr freundlich und arbeitsam zu sein. Während sich an der Atlantik-Küste v.a. spanische Kolonisatoren aus Andalusien niederliessen, kamen vor allem Basken nach Antioquia ….
Medellin ist die Heimatstadt des Malers Fernando Botero. Einer der Hauptplätze der Stadt ist ein Freiluftmuseum mit ca. 20 Skulpturen von Botero und heisst Plaza Botero. Botero hat mehr als 200 Werke seiner Heimatstadt vermacht. Am 1. Tag wurde uns der Eintritt ins Museum de Antioquia verwehrt; den Grund erfuhren wir alsbald: der rote Teppich war ausgerollt worden anlässlich der Feier zum 80. Geburtstag des Meisters. Meine Mutter konnte sich trotz tiefer Statur vorkämpfen und schoss ein Foto von ihm, als er aus dem Museum trat.


Auch Cartagena haben wir gebührlich genossen. An einem Tag besuchten wir den Vulkan "Totumo", in dessen Schlamm man baden kann. Der Vulkan ist anscheinend 2'000 Meter tief, aber weil der Schlamm so dickflüssig ist, kann man nicht sinken - man treibt immer ca. auf Brusthöhe. Für meinen Vater und mich sehr lustig und entspannend, meine Mutter war etwas skeptischer und verliess relativ bald das warme und gesellschaftliche Bad. Den Schlamm haben wir anschliessend in einer Lagune abgewaschen - dieser sass aber v.a. in den Ohren ziemlich fest! Anschliessend gab es gebratenen Fisch in einem Strand-Restaurant. Ein super Tagesausflug, den ich sicher wieder mal machen werde.


Cartagena


Mompox


Medellín



Mis padres me visitaron durante la semana santa, durante la que viajamos a Mompox y a Medellín. Mi idea era darles una impresión de la diversidad de Colombia. Parece que lo logré, ya que ambos disfrutaron mucho del viaje.
Mompox, una ciudad colonial muy cerca de Cartagena (pero al que se llega sólo en 6 horas, ya que el viaje es aventurero y complicado, hay que tomar bus, lancha y taxi), fue escenario de la filmación de la obra literaria “Crónica de una muerte anunciada” de García Márquez (con Ornella Mutti y Rupert Everett de protagonistas...y como supuestos colombianos, qué risa!) Hasta mediados del siglo 19 fue un centro de contrabando y comercio muy importante, hasta que el río Magdalena decidió tomar otro rumbo – con lo que la ciudad fue condenada al olvido. Hoy, Mompox forma parte del patrimonio mundial de la UNESCO. Solo se despierta y se llena de gente para las celebraciones religiosas de la semana santa. La verdad es que no hay mucho que hacer, lo que no es muy importante, ya que el calor le impide a uno ser muy activo.
Disfrutamos de la tranquilidad – que sólo fue interrumpida por canciones de Vallenato – uno de los estilos típicos de la costa y muy muy amado por los costeños – y no se pueden imaginar que a alguien no le pueda gustar!
Mompox  es famosa por su filigrana en oro y plata (un paraíso para mí! Hay cosas muy bellas) y por fabricar mesedoras, que hacen las tardes de calor un poco más soportable. Durante una pequeña excursión en lancha vimos unos paisajes hermosos, iguanas, aves, vacas, peces y hasta monos.
Nuestro segundo viaje nos llevó a Medellín. Habíamos reservado un hotel a 5 minutos del aeropuerto, pero cuando llegamos nos dimos cuenta que hay dos aeropuertos y que por supuesto estábamos en el otro, que quedaba a más de una hora del hotel! Medellín tiene una mala reputación internacional gracias a su pasado, cuando el famoso cartel de Pablo Escobar mandaba en la ciudad. Sin embargo, muchas personas me habían contado cosas muy buenas, y aun así no pensaba que me iba a gustar tanto! La gente, el clima (se le llama la ciudad de la eterna primavera!), la oferta cultural, la cantidad de parques y espacios verdes, la oferta en excursiones a los alrededores, y sobre todo: un sistema de transporte funcional y moderno!! Está compuesto por dos líneas de metro y varias líneas de teleféricos que conectan el centro con los barrios pobres y peligrosos de las lomas. Los habitantes de Medellín y del departamento de Antioquia se llaman „paisas“ y tienen la fama de ser amables y trabajadores. Aquí se concentró la inmigración vasca, mientras que los andaluces se quedaron alrededor de la costa atlántica...
Medellín es la tierra del pintor  Fernando Botero. El legó como 200 de sus obras a su ciudad natal; en la plaza de Botero, en el centro de la ciudad, están expuestas como 20 de sus esculpturas. El primer día queríamos visitar el museo de Antioquia, pero no nos dejaron entrar. Muy pronto supimos la razón: el maestro cumplía 80 años, y los celebraba con la inauguración de una nueva exposición. Mi mamá, a pesar de ser bajita, luchó y logró tomarle una foto cuando justo salió del museo.
También disfrutamos mucho de Cartagena. En una excursión de un día visitamos el volcán "Totumo". Parece que tiene una profundidad de 2000 metros, pero como está lleno de lodo espeso, uno se puede bañar tranquilamente, sin hundirse, siempre se queda con el pecho en el aire. Una sensación muy rara, pero agradable! Mientras que mi papá y yo disfrutamos mucho de este baño tan diferente, mi mamá quedó escéptica y se salió bastante rápido. Luego, nos limpiamos en una ciénaga, aunque fue bastante difícil quitarse el barro, sobre todo en las orejas!La excursión terminó con un almuerzo en la playa... Todo estuvo muy rico!

auf einer Bootsfahrt auf dem Magdalena-Fluss ausserhalb Mompox boten uns die Dorf-Jungs ein Spektakel, sie sprangen um die Wette... ein sehr schöner Moment
durante una excursión en lanchita, en el río Magdalena, en las afueras de Mompox, unos muchachos de un pueblo nos presentaron un espectáculo muy especial... veanlo uds mismos...