Die Mutter von Luz (ein Frauenname, bedeutet "Licht") starb, als sie 11 Jahre alt war. Mit 15 verkaufte sie ihr Bruder, der sie schon seit Jahren schlug, an einen über 70-jährigen Mann. Am Abend vor der Hochzeit lief Luz weit, weit weg und arbeitete auf einer Bananen-Plantage. Leider war dies aber nicht weit genug für ihren Bruder- dieser fand ihn und schlug sie so fest, dass ihre Haut am Rücken völlig aufgesprungen war. Wie sie diesmal dem Bruder entkam, weiss ich nicht. Auf jeden Fall wurde Luz daraufhin, mit ca. 16 Jahren, von Paramilitärs rekrutiert, welche sie während 6 Monaten auf einem Hof für den Kampf trainierten. Bevor sie aber wirklich in den Krieg ziehen sollte, floh sie wieder - diesmal noch weiter, bis nach Cartagena. Während einer Woche schlief sie auf der Strasse, bis sie der staatliche Sozialdienst auflas. Sie lernte, zu kochen und verdiente ein bisschen Geld als Köchin. Sie baute sich ein kleines Häuschen aus Plastik in einem Armenviertel, ihr erstes eigenes Dach, obwohl in der Regenzeit sich ein richtiger Bach durch ihr Wohnzimmer schlängelte. Sie gebar zwei Kinder - ein Mädchen und ein Junge - und machte eine gratis-Ausbildung als Gesundheitsberaterin (eine kurze, sehr praktische Krankenschwester-Erste-Hilfe-Ausbildung, könnte man sagen). Erst mit einer psychologischen Betreuung, die sie bekam, lernte sie, mit ihrer Vergangenheit ins Reine zu kommen, ihre Wut abzubauen und ihre Kinder nicht zu misshandeln. Als ihr kleines Plastik-Holz-Häuschen und damit alle ihre wenn auch noch so bescheidene Habseligkeiten durch einen Kurzschluss abbrannte, suchte sie die belgische Nonne Beatrice auf, die in der Region das Pfarreizentrum "El Salvador" leitete und ihr Arbeit gab. All das, was sie durchgemacht und gelernt habe helfe ihr heute, sich um andere Leute mit ähnlichen Schicksalen oder Lebenslagen mit Rat und Tat beizustehen. Ihre beiden Kinder haben in der Universität studiert - was in Kolumbien grosse Aufopferung der Eltern bedeutet! und wie so viele Frauen wurde Luz von ihrem Mann verlassen - zusätzlich hat sie ein kleines Mädchen bei sich aufgenommen. Die Eltern hatten keine Arbeit und somit kein Geld, Luz bot ihnen an, das Mädchen bei sich aufzunehmen, bis sie aus den Schwierigkeiten raus seien. Das Paar lebt immer noch im Quartier - holte die Tochter aber nie ab.
Dies alles hat mir Luz in einer halben Stunde erzählt, als sie mich zur Busstation begleitete. Frisch von der Leber, ohne Fragen oder Nachfragen meinerseits. Einfach so. Sie hat mich nur ein paar Mal gesehen. Ich bin schlecht im Schätzen, Luz kann 50, 55 Jahre alt sein. Oder vielleicht jünger? Ich weiss es nicht. Eliécer meint, es gäbe viele solcher Geschichten in Kolumbien. Sogar noch viel schlimmere. Da bin ich wirklich einfach wiedermal dankbar für mein Leben - und bewundere solche kämpferischen und starken Menschen wie Luz. Es ist auch eine Motivation für meine Arbeit. Bei meinen Besuchen in der Suppenküche und Aufpäppelung-Station von unterernährten Kindern des Pfarreizentrums in einem der ärmsten Quartiere Cartagenas hört man sehr viele Lebensgeschichten, man sieht die Armut aber auch mit blossem Auge: ungeteerte Strassen, die sich bei Regen in ein Schlammfeld oder sogar Teiche verwandeln, offen fliessendes Abwasser, zusammengeflickte kleine Häuschen.
Mir geht es gut, ich bin schon fast im 5. Monat schwanger. Bald besuchen Eliécer und ich für 2 Wochen Cécile in Peru. Neben Lima werden wir sicher auch Machu Pichu besuchen. Wir freuen uns sehr - für Eliécer ist es die erste grosse Reise!
Quartier Nelson Mandela in Cartagena, wurde von vom Krieg Vertriebene gegründet/barrio Nelson Mandela en Cartagena, fundado por desplazados por el conflicto interno de Colombia
Luz tenía 11 años cuando su
madre se murió. Su hermano, que la golpeaba con frecuencia, la vendió a los 15
años. Antes de que el comprador, que tenía más de 70 años, se pudiera casar con
ella, se escapó de la casa. Sin embargo, su hermano la encontró en la bananera
en la que estaba trabajando y la golpeó muchísimo, afirma que tenía toda la
espalda abierta. Desconozco cómo logró escaparse esta vez de su hermano. A los
16, un grupo paramilitar la recrutó y la entrenó durante 6 meses en una finca. Antes
de entrar a la guerra, logró escaparse. Esta vez caminó muy lejos, hasta
Cartagena. Durante una semana durmió en la calle, done Bienestar Familiar la
recogió. Aprendió a cocinar y empezó a trabajar como cocinera. Con plástico
construyó su primera casita en uno de los barrios pobres a los que llegan los
desplazados. Su primera casita propia, aunque en la temporada de lluvias se
llenaba de agua. Tuvo dos hijos – una niña y un niño- y se capacitó como
promotora de salud en un curso gratuito de un médico belga. Sólo con la ayuda
de una sicóloga aprendió a manejar su rabia, perdonar y no maltratar a sus
hijos. Un día se quemó su casita de plástico y madera y con ella todas sus
humildes pertenencias. Buscó a la hermana Beatriz, misionera belga y fundadora
del Centro Pastoral, quien le dio trabajo. Afirma que las dificultades y los
aprendizajes de su vida le ayudan y la motivan a darle consejo a otras
personas, a acompañarlas en momentos difíciles. Sus hijos estudiaron en la
universidad – un gran logro en Colombia, ya que la educación es muy cara y hay
pocas oportunidades para personas con pocos recursos financieros. Como muchas
mujeres colombianas, el esposo de Luz la abondonó. Hace 11 años acogió, además,
a una pequeña niña cuyos padres no tenían trabajo y por lo tanto no tenían como
alimentarla. Luz les propuso cuidar a la niña hasta que ellos se hayan
recuperado financieramente. Los padres nunca volvieron, aunque siguen viviendo
en el mismo barrio.
Toda una vida contada en
media hora mientras me acompañó a la estación de bus. Sin que yo se lo pidiese
o hiciera alguna pregunta. Sólo me había visto unas pocas veces. Luz tendrá 50, 55 años… no lo sé,
soy muy mala para estimar edades. Eliécer me dice que hay muchos casos como el
de Luz. Incluso casos mucho más difíciles. Me siento muy afortunada por mi vida
y siento una profunda admiración por personas tan fuertes y luchadoras como lo
es Luz. También me motiva para seguir con mi trabajo. Durante la visita al comedor y la estación
médica para el acompañamiento de niños desnutridos en el barrio Nelson Mandela
escuché muchas historias, pero sólo con pasar en bus, o caminar unas cuadras se
nota la miseria: calles sin pavimentar que se convierten en lodazales o charcos
en tiempos de lluvia, aguas negras a cielo abierto, casitas improvisadas con
diversos materiales.
Yo estoy muy bien, casi
tengo 5 meses de embarazada. Mi pansa no es muy grande, pero crece y ya me siento un poco pesada. A finales de esta semana viajamos a Perú para
visitar a mi amiga Cécile que vive en Lima. Nos alegramos un montón!
er hatte gut zu lachen - spielte der kolumbianischen Justiz viele Schnippchen
In Kolumbien läuft immer etwas, ich habe es schon mehrmals
geschrieben. Seit einem Monat hat z.B. die Ausstrahlung zur besten Sendezeit
der Verfilmung des Lebens vom berühmt-berüchtigten
Drogenbaron Pablo Escobar in Form einer Seifenoper („novela“) angefangen. Eliécer hatte übrigens einen kurzen Gastauftritt als Bodyguard! Ich
habe mich bisher nicht mit Escobars Geschichte beschäftigt, aber die Novela ist spannend, gut
gemacht und hat mein Interesse geweckt, mehr zu erfahren. Escobar war
keineswegs der einzige skrupellose Drogenbaron, es gibt immer noch viele
davon. Während seiner erfolgreichen
Jahren waren viele Politiker und reichen Leute mit ihm befreundet, profitierten
von seinem Geld und Einfluss. Leute, die heute immer noch in Kolumbien (mit)bestimmen,
sogar der Expräsident, Uribe, der sich gerne als der grosse Drogen-Verfolger
darstellte, bzw. seine Familie, war nachweislich mit Escobar in engem Kontakt.
Weil Escobar ausserdem mit seinem Geld auch viel Gutes gemacht hat, z.B. ein
ganzes Viertel für Obdachlose in Medellin, wird er vor allem von der
Unterschicht verehrt – es wird sogar eine Art Heiligenkult um ihn gemacht.
Schwarz-weiss ist also auch bei einem der international berühmtesten
kolumbianischen Figuren zu einfach gedacht.
Eigene Entführung inszeniert?
Seifenoper-Artiges ist auch mit einem kolumbianischen
Politiker passiert, er wurde 2002 zusammen mit 11 Abgeordneten-Kollegen im
Departement Valle del Cauca von der FARC entführt, er war der einzige
Überlebende und wurde 2009 frei gelassen. Nun wurde er verhaftet, weil er
angeblich selbst einer der Drahtzieher der Entführung war, Beweis sollte Ton-
und Bildmaterial sein. Nun haben internationale Experten richtig gestellt, dass
es sich nicht um die gleiche Person handelt, trotzdem ist er immer noch in
Gefangenschaft. Viele vermuten, dass der Politiker in Wahrheit irgendwelche
einflussreichen Feinde hat, die ihn eliminieren wollen.
Highsociety-Drame: eine der Verdächtigten und das Opfer - sie hatte anscheinend eine Affäre mit ihm und ihr Freund brachte ihn deshalb um....
Solche Geschichten gibt es hier viele, man sieht immer nur
einen Teil der Realität. Was hintendurch alles geschieht, kann man nur
vermuten. Ein anderer Fall ist der Tod eines dunkelhäutigen reichen Jungen der
Karibik-Küste, der an der Elite-Universität „los Andes“ in Bogotá (super teuer,
je nach Studienrichtung ca. 3‘000 CHF/Semester) studierte. Erst Tage nach
Auffinden des Körpers und diversen Ungereimtheiten wurden Nachforschungen
gestartet, bei denen verschiedenste Beweismittel verschwanden. Haupttäter
sollen Mitstudenten sein, Motiv Eifersucht oder Rassismus/Diskrimination, diese
haben aber äusserst einflussreiche und reiche Familien, die alle legalen und
illegalen Mittel daran setzen, um die jungen Erwachsenen aus der
Untersuchungshaft frei zu bekommen. Diese sind aber nur in Bedrängnis, weil
auch die Familie vom Ermordeten sehr viel Geld hat und Druck ausübt – sonst wäre
der Fall schon längst vom Tisch.
...und auch in meinem Leben wird's nie langweilig
In meinem Leben ist auch sehr viel gelaufen. Ich bin im 4.
Monat schwanger und werde nur noch bis im Oktober in Kolumbien bleiben, um in
der Nähe von Familie und Freunden zu sein. Mein Bauch ist langsam am wachsen –
man sieht es auf den Fotos aus Haiti – die ersten 3 Monate waren sehr
schwierig, ich litt unter viel Übelkeit. Ausserdem war Eliécer nicht da, um mir beizustehen, da er in Bogotá und anderen Regionen Arbeit fand und mehr als 2 Monat weg war. Die Hitze setzt mir immer noch zu und ich
sehne mich nach europäischer und internationalen Küche: Schoggi! Salat mit guter Salatsauce! Käse! Aprikosenwähe!
Besuch in Bogotá/visita en Bogotá
Bogotá und Ayiti
Ich war für ein paar Tage in Bogotá am Jahrestreffen von
Interteam (nichts Weltbewegendes, aber ich konnte meine kolumbianische Familie
und einige Freunde von Bogotá treffen) und dann war ich vor kurzem auch 1 Woche
bei meinem Vater in Haiti (meine Mutter ist seit ca. 1 Monat wieder in der
Schweiz). Haiti hat mir super gefallen: das Land ist wirklich wunderschön, die
Leute begrüssen einem mit einem Lachen, das von einem Ohr bis zum nächsten
reicht, die Kultur und Geschichte reich- Haiti ist das zweite amerikanische
Land nach den USA, das die Unabhängigkeit erreicht. Ganz anders also, als das
verbreitete Bild von Misere – die natürlich die schlimme Realität ist, erfasst aber
nicht alle Aspekte und den ganzen Reichtum des Landes . Mein Vater hat mich
verwöhnt, wir haben eine Reise durchs Land gemacht (in den Norden nach Cap
Haitien und danach an den Strand in Moulin-sur-Mer), waren an einem Konzert und
an gemütlichen Versammlungen mit (Arbeits)kollegen. Nicht umsonst war Haiti bis
in den 1980ern der grösste Konkurrent von Kuba für die Flitterwochen der Amis – auch die
Clintons verbrachten dort ihre Flitterwochen.
Siempre
pasan muchas cosas en Colombia, ya lo he dicho varias veces. Hace más o menos
un mes empezó la novela sobre la vida de Pablo Escobar. Eliécer apareció en una escena como extra - como guardaespaldas, como siempre. Hasta este momento no
me había interesado mucho por él, pero la producción me parece bastante buena,
así que empecé a investigar y a discutir del tema con varias personas. Escobar
fue tal vez el más conocido, pero no el único narcotraficante – de hecho los sigue
habiendo por montones. Lo interesante es que durante sus años de éxito estuvo
en contacto estrecho con la élite económica y política del país – gente que
sigue teniendo el poder- una lista que incluye también a la familia del
expresidente Uribe, que tanto le gusta presentarse como gran enemigo de las
drogas. A parte de ser un hombre sin escrupulos que mató a mucho gente, también
es reconocido por sus buenas obras, por ejemplo hizo construir un barrio entero
para personas desamparadas. Esta es la razón por la que algunas personas lo
veneran como un santo.
Organizó su propio secuestro?
Una historia
que también se podría utilizar como novela o película es la del político
Sigifredo López, quien enel año 2002 fue
secuestrado junto a 11 compañeros diputados del departamento del Valle del
Cauca por las FARC. Es el único sobreviviente y fue liberado en el año 2009.
Hace más o menos 2 meses fue arrestado por supuestas pruebas que lo vincularían
con las FARC y lo convertirían en victimario, responsable del secuestro. Las
pruebas eran pruebas de sonido y videos, pero expertos internacionales aseguran
que en el material presentado no se trata de Sigifredo. Aun así sigue en
captura. Mucha gente cree que en realidad tiene enemigos poderosos que se
quieren deshacer de él.
De estas
historias hay muchas, y las personas corrientes nunca se van a dar cuenta lo
que ocurre de verdad o cuales son los fondos. Otro caso es la muerte de un jóven
costeño de piel oscura (en comparación con la gente de Bogotá!) de familia rica
que estudiaba en la universidad de los Andes, una universidad elitista en la
que un semestre cuesta como 3000 dólares. Sólo varios días después de la aparición del
cuerpo y porque la familia de la víctima es pudiente se empezaron unas
investigaciones, en las que desaparicieron varios informes y surgieron otras
inconsistencias. Se sospecha que varios compañeros suyos están involucrados en
el asesinato, y que el motivo es una historia
de triángulo amoroso o también discriminación/racismo. Sin embargo, los
sospechosos son miembros de familias influyentes y ricas que utilizan todos los
medios existentes – legales e ilegales – para tapar los hechos. La historia ya
estaría olvidada si la familia de la víctima no tuviera dinero también.
Mi vida cambia por completo...no llego a aburrirme tampoco
En mi vida
también han habido cambios enormes. Tengo 4 meses de embarazo, en octubre nos
devolvemos a Suiza para estar cerca de mi familia y mis amigos. Mi pancita
crece poquito a poco – la podrán observar en las fotos de Haití – y por suerte
pasaron los primeros 3 meses, en los que sufrí mucho de náuseas. Fue duro
porque estaba muy sola, Eliécer se ausentó durante más de dos meses porque
encontró trabajo en Bogotá y en otras regiones de Colombia. El calor me está
cayendo super mal y la comida europea e internacional me hace mucha falta (quesos! chocolates! ensaladas con aderezo!!!). Pero ya me estoy sintiendo mucho mejor!
Bogotá y Ayiti
Estuve unos
días en Bogotá para participar en el encuentro anual de Interteam (nada del
otro mundo, pero pude ver a mi familia colombiana y a algunos amigos), también
estuve por 1 mes en Haiti para visitar a mi papá. Mi mamá regresó a Suiza
porque no había encontrado trabajo en Haití. El país, muy al contrario de su
reputación, es muy bello, la gente es encantadora, me encantó. Mi papá me consintió
bastante, hicimos un viaje, salimos a un concierto y tuvimos dos cenas con
compañeros de él. De hecho, Haití fue,
hasta los años 80, uno de los lugares favoritos de los norteamericanos para
pasar sus vacaciones. Hillary y Bill Clinton también pasaron su luna de miel en
este país.
Ich nahm mir den Vorschlag von Andrea Malele-Makrele zu Herzen und habe meine monatliche Botschaft in ein Video verpackt! Es dauert 13 Minuten, ich erzähle von meiner Arbeit und den lustigen und bekümmernderen Seiten der "Cumbre de las Américas", (Gipfel aller amerikanischer Länder - ausser Kuba), ausserdem zeige ich meine kleine Wohnung. Den 20-Minuten-Bericht über Dania, die Edelprostituierte, die das Tun und Lassen des Secret Service international an den Pranger stellte, findet ihr hier.
Ich habe ausserdem einen Rundbrief für Interteam geschrieben. Diesen könnt ihr hier direkt runterladen
hier die umstrittene Werbung für Flüge nach Cartagena/la publicidad de la que hablo en el video
Le hice caso a una amiga y aqui les presento el resultado: mi informe mensual en forma de video! ;-) dura 13 minutos y hablo de mi trabajo, de la famosa "Cumbre de las Américas" que se celebró en Cartagena y de la misteriosa desaparición de "Ublime", y además muestro mi apartamento. Espero que lo disfruten!
Über Ostern waren meine Eltern zu Besuch in Cartagena, wir machten zwei kleine Reisen ins verschlafene Mompox und ins pulsierende Medellín - meine Idee war es, meinen Eltern einen kleinen Eindruck der Vielfältigkeit dieses Landes zu geben. Dies gelang mir zum Glück, denn die Reise hat ihnen sehr gefallen.
Mompox, eine koloniale Stadt unweit südlich von Cartagena (aber durch komplizierte und abenteuerliche Reise mit Bus, Boot und Taxi dauert diese ca. 6 Stunden), ist Schauplatz des Französisch-Italienischen 80er-Jahre-Verfilmung des Buches "Chronik eines angekündigten Todes" von Gabriel García Márquez (mit Ornella Mutti und Rupert Everett... die im Film Kolumbianer spielen...allerdings für mich nicht sehr überzeugend!). Das weissgestrichene Städtchen am rio Magdalena war bis zur Mitte des 19.Jh ein wichtiger Handelsknotenpunkt, bis der Fluss entschied, woanders durchzufliessen - und Mompox in Vergessenheit gerat. Heute zählt Mompox zum UNESCO-Welterbe und erwacht nur für die religiösen Feierlichkeiten wähend Ostern aus seinem Schönheitsschlaf. Wahnsinnig viel gibt es hier nicht zu tun, wegen der Hitze ist der Drang nach Aktivitäten aber auch nicht so gross. Wir genossen die wohltuende Ruhe - welche nur von der schrecklichen Vallenato-Musik gestört wurde, die überall aus Lautsprechern dröhnt. Vallenato ist des costeños grosse Liebe - und er kann nicht verstehen - wie kann man!-, dass es Menschen gibt, die tatsächlich diesen Musikstil nicht mögen!! Mompox ist bekannt für seine wunderschöne filigrane Gold- uns Silber-Schmiedekunst (ich habe natürlich geshoppt) und seine Holzschaukelstühle, mit der die Hitze gleich erträglicher wird. An einem Nachmittags-Ausflug zu Boot sahen wir nicht nur die wunderschöne Flusslandschaft, sondern es war überall voll von Leguanen, schönen Vögeln, Zebus, Fischen und sogar Affen.
meine Errungenschaften aus Mompox! diejenigen auf der rechten Seite sind präkolumbianisch inspiriert, mein Vater hat sie mir geschenkt ;-)/ mis recuerdos de Mompox! los de la derecha tienen inspiración precolombina, me los regaló mi papá! ;-)
Die 2. Reise führte uns nach Medellin. Wir hatten ein Hotel in 5 Minuten-Distanz vom Flughafen entfernt reserviert, wobei wir erst bei der Ankunft merkten, dass es in Medellin zwei Flughäfen gibt, und dass wir natürlich im anderen Flughafen angekommen waren… Medellin hat im Ausland wegen seiner Drogenkartell-Vergangenheit unter Pablo Escobar einen schlechten Ruf. Ich hatte schon viel Gutes gehört, erwartete aber nicht, dass die Stadt mir so super gefallen würde! Die Leute, das Klima (nicht umsonst wird sie die Stadt des ewigen Frühlings genannt), das kulturelle Angebot, die zahlreichen Stadtparks, die Ausflugsmöglichkeiten und vor allem: ein funktionierendes Transportsystem!! Dieses besteht aus zwei Metrolinien und mehrere Seilbahn-Linien, welche das Zentrum mit den höher gelegenen armen (und gefährlichen) Quartieren verbindet. Die EinwohnerInnen von Medellin (und des departamentes Antioquia) nennen sich "paisas" und haben den Ruf, sehr freundlich und arbeitsam zu sein. Während sich an der Atlantik-Küste v.a. spanische Kolonisatoren aus Andalusien niederliessen, kamen vor allem Basken nach Antioquia ….
Medellin ist die Heimatstadt des Malers Fernando Botero. Einer der Hauptplätze der Stadt ist ein Freiluftmuseum mit ca. 20 Skulpturen von Botero und heisst Plaza Botero. Botero hat mehr als 200 Werke seiner Heimatstadt vermacht. Am 1. Tag wurde uns der Eintritt ins Museum de Antioquia verwehrt; den Grund erfuhren wir alsbald: der rote Teppich war ausgerollt worden anlässlich der Feier zum 80. Geburtstag des Meisters. Meine Mutter konnte sich trotz tiefer Statur vorkämpfen und schoss ein Foto von ihm, als er aus dem Museum trat.
Auch Cartagena haben wir gebührlich genossen. An einem Tag
besuchten wir den Vulkan "Totumo", in dessen Schlamm man baden kann.
Der Vulkan ist anscheinend 2'000 Meter tief, aber weil der Schlamm so
dickflüssig ist, kann man nicht sinken - man treibt immer ca. auf Brusthöhe.
Für meinen Vater und mich sehr lustig und entspannend, meine Mutter war etwas
skeptischer und verliess relativ bald das warme und gesellschaftliche Bad. Den
Schlamm haben wir anschliessend in einer Lagune abgewaschen - dieser sass aber
v.a. in den Ohren ziemlich fest! Anschliessend gab es gebratenen Fisch in einem Strand-Restaurant. Ein super Tagesausflug, den ich sicher wieder
mal machen werde.
Cartagena
Mompox
Medellín
Mis padres me visitaron
durante la semana santa, durante la que viajamos a Mompox y a Medellín. Mi idea
era darles una impresión de la diversidad de Colombia. Parece que lo logré, ya
que ambos disfrutaron mucho del viaje.
Mompox, una ciudad colonial
muy cerca de Cartagena (pero al que se llega sólo en 6 horas, ya que el viaje
es aventurero y complicado, hay que tomar bus, lancha y taxi), fue escenario de
la filmación de la obra literaria “Crónica de una muerte anunciada” de García
Márquez (con Ornella Mutti y Rupert Everett de protagonistas...y como supuestos
colombianos, qué risa!) Hasta mediados del siglo 19 fue un centro de
contrabando y comercio muy importante, hasta que el río Magdalena decidió tomar
otro rumbo – con lo que la ciudad fue condenada al olvido. Hoy, Mompox forma
parte del patrimonio mundial de la UNESCO. Solo se despierta y se llena de
gente para las celebraciones religiosas de la semana santa. La verdad es que no
hay mucho que hacer, lo que no es muy importante, ya que el calor le impide a
uno ser muy activo.
Disfrutamos de la
tranquilidad – que sólo fue interrumpida por canciones de Vallenato – uno de
los estilos típicos de la costa y muy muy amado por los costeños – y no se
pueden imaginar que a alguien no le pueda gustar!
Mompox es famosa por su filigrana en oro y plata (un
paraíso para mí! Hay cosas muy bellas) y por fabricar mesedoras, que hacen las tardes de calor un poco más soportable. Durante una pequeña
excursión en lancha vimos unos paisajes hermosos, iguanas, aves, vacas, peces y
hasta monos.
Nuestro segundo viaje nos llevó a Medellín. Habíamos reservado un hotel a 5
minutos del aeropuerto, pero cuando llegamos nos dimos cuenta que hay dos
aeropuertos y que por supuesto estábamos en el otro, que quedaba a más de una
hora del hotel! Medellín tiene una mala reputación internacional gracias a su
pasado, cuando el famoso cartel de Pablo Escobar mandaba en la ciudad. Sin
embargo, muchas personas me habían contado cosas muy buenas, y aun así no
pensaba que me iba a gustar tanto! La gente, el clima (se le llama la ciudad de
la eterna primavera!), la oferta cultural, la cantidad de parques y espacios
verdes, la oferta en excursiones a los alrededores, y sobre todo: un sistema de
transporte funcional y moderno!! Está compuesto por dos líneas de metro y
varias líneas de teleféricos que conectan el centro con los barrios pobres y
peligrosos de las lomas. Los habitantes de Medellín y del departamento de
Antioquia se llaman „paisas“ y tienen la fama de ser amables y trabajadores. Aquí
se concentró la inmigración vasca, mientras que los andaluces se quedaron
alrededor de la costa atlántica...
Medellín es la tierra del
pintor Fernando Botero. El legó como 200
de sus obras a su ciudad natal; en la plaza de Botero, en el centro de la ciudad,
están expuestas como 20 de sus esculpturas. El primer día queríamos
visitar el museo de Antioquia, pero no nos dejaron entrar. Muy pronto supimos
la razón: el maestro cumplía 80 años, y los celebraba con la inauguración de
una nueva exposición. Mi mamá, a pesar de ser bajita, luchó y logró tomarle una
foto cuando justo salió del museo.
También
disfrutamos mucho de Cartagena. En una excursión de un día visitamos el volcán "Totumo".
Parece que tiene una profundidad de 2000 metros, pero como está lleno de lodo
espeso, uno se puede bañar tranquilamente, sin hundirse, siempre se queda con
el pecho en el aire. Una sensación muy rara, pero agradable! Mientras que mi papá y yo disfrutamos mucho de este baño
tan diferente, mi mamá quedó escéptica y se salió bastante rápido. Luego, nos
limpiamos en una ciénaga, aunque fue bastante difícil quitarse el barro, sobre
todo en las orejas!La excursión terminó con un almuerzo en la playa... Todo estuvo muy rico!
auf einer Bootsfahrt auf dem Magdalena-Fluss ausserhalb Mompox boten uns die Dorf-Jungs ein Spektakel, sie sprangen um die Wette... ein sehr schöner Moment durante una excursión en lanchita, en el río Magdalena, en las afueras de Mompox, unos muchachos de un pueblo nos presentaron un espectáculo muy especial... veanlo uds mismos...
Ich fragte mich schon lang, wie sich ein Venezier so fühlt. Jetzt kann ich es mir in etwa vorstellen. Es ist komisch, in einer Touri-Hochburg zu leben und effektiv zu arbeiten, wenn es scheint, dass alle Leute auf der Strasse Ferien haben. Cartagena ist wunderschön, die Einheimischen - so hat es mir eine Praktikantin auf jeden Fall gesagt - sind sich wohl selten der Schönheit bewusst. Und wenn man an eine Sitzung muss oder dringend ein paar Kopien braucht, sieht man diese wirklich nicht mehr, bzw bin ich mehr damit beschäftig, an den langsamen Touristen oder den hupenden Autos vorbeizukommen.
Auch die Hitze hat ihre Tücken: unsere Wohnung ist voller kleinster Ameisen (die gibt es auch in San Pedro Sula/Honduras), die irgendwie alles aufstöbern und überall reinkommen, d.h. man muss alles Mögliche und Unmögliche im Kühlschrank aufbewahren. Wegen der Hitze haben wir auch immer die Fenster und die Türe offen - mit der kühlen Brise kommt aber auch der Staub und man könnte jeden Tag die Wohnung putzen. Ansonten fühle ich mich aber in der Wohnung sehr wohl, wir hatten schon zwei Mal Besuch, einmal von Rosmarie, die zum internationalen Filmfestival kam (sehr empfehlenswert! und praktisch alle Filme sind gratis!) und danach von Gema und Hugo, ein franko-spanisches Pärli.
Nicht immer ganz einfach
Mehr als ein Jahr bin ich jetzt in Kolumbien. Ich spreche schon fast wie eine Kolumbianerin (obwohl Eliécer meint, dass ich meinen zentralamerikanischen Akzent behalten habe, werde ich häufig als Kolumbianerin gehalten), aber das Leben, die Arbeit und die Leute hier finde ich manchmal immer noch sehr befremdend.
Die Arbeit direkt mit der Bevölkerung gefällt mir sehr, ist immer bereichernd und erfüllt mich. Ich habe das Gefühl, ernst genommen zu werden und einen kleinen Beitrag zur Verbesserung ihres Lebens leisten zu können. Anders ist es aber im Büro. Ich habe Mühe mit der steilen Hierarchie, habe das Gefühl, nicht immer ganz ernst genommen zu werden und leide unter der mangelhaften Planung. Letzte Woche stellte ich zum Beispiel innerhalb von 3 Tagen einen Grossanlass für 250 Frauen auf die Beine - zum internationalen Frauen-Tag - der mir zum Glück schlussendlich sehr gut gelang. Wir thematisierten häusliche Gewalt - ein riesiges Problem in Kolumbien und v.a. an der Atlantik-Küsten. Die Reaktionen aus dem Publikum waren erschreckend und gleichzeitig bewundernswert, die Frauen - alle aus Armenvierteln - begannen, über ihre Situation zu reden und Fragen zu stellen. Auch die Evaluationen und Kärtchen, auf denen sie ihre Wünsche für die Frauen Kolumbiens und der Welt niederschrieben und ich momentan am auswerten bin, geben einen kleinen Einblick in deren Welt. Eine Frau schrieb zum Beispiel, dass sie keine Angst mehr haben möchte - geht aber nicht auf die Details ein. Ich werde sie durch meine Arbeit im Centro Pastoral, im Pfarreizentrum (?) weiterhin unterstützen.
Ich bin momentan am Lernen, (oder ich versuche es auf jeden Fall), mich zu distanzieren, die Dinge gelassen zu sehen und mich in Geduld zu üben. Alles 3 Dinge, die nicht so meine Stärke sind. Auch wird es eine Herausforderung sein, konstruktive Kritik so zu formulieren, dass sie angenommen werden kann. Insbesondere mein Chef, der Padre Rafael, der Stadtweit berühmt ist, ist sich dies überhaupt nicht gewöhnt - zu gross ist die Verehrung und Respekt der Menschen für ihn.
Momentan organisiere ich auch eine Rundreise für meine Eltern, die Ende März für ca. 10 Tage zu Besuch kommen werden. Ich freue mich riesig auf sie.
Trabajar en un destino turístico
Siempre me he preguntado cómo se sentían los venecianos. Ahora me lo puedo imaginar. Es raro vivir en un lugar tan turístico, en el que todo el mundo parece estar de vacaciones. Con el tiempo, y sobre todo cuando a uno le toca correr a una reunión o a conseguir unas fotocopias, ya no se fija tanto en las bellezas de esta hermosa ciudad histórica, si no que me concentro más en esquivar a los turistas o los carros.
Nos sentimos muy bien en nuestro apartamento, pero lo malo de vivir en el trópico son definitivamente los bichos: hay unas hormiguitas minúsculas que andan por todas partes (las hay también en San Pedro Sula/Honduras), lo que significa que hay que guardar practicamente todo en la nevera. Y por el calor dejamos las ventanas abiertas, pero la brisa refrescante trae polvo y suciedad, y se podría limpiar la casa todos los días, nunca tengo la sensación de tener un apartamento limpio. Ya tuvimos la visita de varios amigos, la primera en visitarnos fue Rosmarie, quien vino para el festival internacional de cine (muy recomendable, y la mayoría de las películas son gratis!) y luego vinieron Gema y Hugo, una pareja franco-española. Por el momento estoy organizando la visita de mis padres, que llegan a finales de marzo y se quedan 10 días. Me alegro tanto!!
La India Catalina, símbolo para Cartagena y su festival de cine/"Catalina, die Indianerin" - Symbol für Cartagena und sein Filmfestival
Llevo más de un año en Colombia. Ya casi hablo como colombiana (aunque Eliécer me dice que sigo hablando como centroamericana, pero de hecho mucha gente cree que soy colombiana), pero la vida, el trabajo y la gente me sigue sorprendiendo.
Trabajar directamente con la gente me encanta, siempre se aprende un montón, son momentos muy enriquecedores. Me siento tomada en cuenta, y siento que puedo aportar un granito de arena para tal vez mejorar algo en la vida de estas personas. Muy diferente es la situación en la oficina. Me molesta la jerarquía marcada, tengo la impresión que algunas personas no me toman en serio, y me molesta la falta de planeación estratégica. La semana pasada, por ejemplo, organizé un evento para 250 mujeres en tan sólo 3 días. Finalmente, la celebración del día de la mujer salió muy bien (ver fotos más arriba). Hablamos de la violencia intrafamiliar, un tema muy actual y muy grave, en toda Colombia pero especialmente en la costa atlántica. Las reacciones de las mujeres – todas eran de barrios marginados - fueron muy fuertes. Una mujer escribió, por ejemplo, que ya no quería tener miedo - miedo en la calle, en la casa? No lo sabemos, porque no lo precisó. Pero por lo menos da una pequeña impresión de lo que les pasa a estas mujeres. Por el momento estoy evaluando sus evaluaciones y los deseos que plasmaron en unas hojas de papel.
Por el momento trato de aprender a tomar distancia, a relajarme y a tener paciencia, ya que estoss puntos no son mis fuertes. También tengo que mejorar mi manera de formular crítica constructiva, ya que es algo que casi no se hace, sobre todo cuando se trata del Padre Rafael, que es un personaje famoso en toda Cartagena y que no está acostumbrado a que alguien lo cuestione... no siempre es fácil, pero estoy tratando de verlo como una gran oportunidad para mejorar como ser humano y como profesional...vamos a ver cómo sigue esta historia...
Cartagena ist eine andere Welt als Bogotá: die Leute sprechen schnell, sind laut und fröhlich. Sie gelten als faul, aber bei uns im Büro bekomme ich einen ganz anderen Eindruck: weil unser Chef, der Pater Rafael, zu nichts nein sagen kann, werden wir mit Arbeit nur so überschwemmt, die Leute arbeiten weit mehr als die obligatorischen Stunden (und in Kolumbien ist von kompensieren nie die Rede) und momentan müssen wir alle einem unserer Kollegen, Jorge, unter die Arme greifen, denn sonst wäre der riesige Berg an Arbeit nicht zu bewältigen. Gestern unterstützte ich z.B. in einem Workshop für Jugendliche aus Armenvierteln, welche Vorschläge für die Entwicklungsprojekte der Stadt eingeben konnten. Der Workshop war cool, die Methode kreativ und die Jugendlichen extrem motiviert, dies ist wirklich die Art von Arbeit, die ich liebe. Ob aber deren Ideen wirklich verwirklicht werden, ist leider sehr fragwürdig, da die Behörden von Cartagena als eine der korruptesten Kolumbiens gelten.
Somit kommen wir alle natürlich gar nicht mehr dazu, unsere eigene Arbeit zu erledigen - wo sowieso grundsätzlich schon sehr hohe Ziele gesetzt wurden. Ich werde versuchen, mich nicht allzusehr unter Druck setzen zu lassen. Jorge ist zB wirklich bewundernswert: er ist erst 25 Jahre alt, hat eine riesige Verantwortung (er verhandelt mit wichtigen Entscheidungsträgern, führt ein Millionen-Projekt praktisch alleine...) und arbeitet sozusagen Tag und Nacht, und trotzdem lässt sein stets freundliches Gesicht kaum Stress anmerken.
In der Freizeit waren Eliécer und ich bis jetzt v.a. mit Wohnungseinrichten beschäftigt. Jetzt sind wir endlich mehr oder weniger fertig, heute haben wir den ganzen Tag am Strand verbracht. Das Meer ist ca. 5 Minuten im Bus entfernt (oder noch weniger), zu Fuss wahrscheinlich ca. 20 Minuten. Ich fühle mich sehr wohl hier. Ich habe mir fest vorgenommen, vor der Arbeit jeweils am Strand joggen zu gehen - die Meerespromenade ist um 5, 6 Uhr voller Leute. Ob ich bequemes Bett-Tier dies aber wirklich schaffe, das werden wir noch sehen!
Und darf ich vorstellen, ich habe seit ein paar Tagen einen neuen Namen: Meret Catalina. Ein Arbeitskollege fand, dass ich so ein bisschen mehr "costeña" bin. Catalina, eine Indigene die im 16. Jh den Spaniern als Übersetzerin gedient hat, ist ein Wahrzeichen Cartagenas und ihre Statue steht im Zentrum der Neustadt.
Fotos habe ich leider noch nicht viele gemacht, den Fotoapparat habe ich eigentlich nie dabei. Ich möchte aber in den nächsten Tagen ein paar machen, damit ihr seht, wie wunderschön die Stadt ist!! Mein Arbeitsweg ist ein wahrer Augenschmaus.
Ein lustiger Musik-Vergleich habe ich auf der Facebook-Seite einer kolumbianischen Freundin gesehen, die lange in Deutschland gelebt hat: Miren y comparen estos dos videos que descubrí en la página Facebook de una amiga colombiana que vivió mucho tiempo en Alemania... me parece muy chistoso:
dies das Cover aus den Alpen, hier das kolumbianische Original (der Rythmus heisst Vallenato, der Song war ein Mega-Hit in Kolumbien), mal schauen, welches euch besser gefällt ;-) ...y aqui les va el original colombiano (fue un gran éxito, el ritmo se llama Vallenato)
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Los costeños no hablan español, hablan costeño. Hablan tan rápido que a veces no se les entiende nada. Uno de mis compañeros de trabajo opinó que para que me fuera haciendo costeña me llamara mejor "Meret Catalina Pérez"... La "india Catalina" fue intérprete de los conquistadores españoles en el siglo XVI y es uno de los símbolos de Cartagena, hay una estátua representándola en el nuevo centro de Cartagena. Los costeños son vistos como perezosos, pero lo que veo en la oficina no corresponde a esta imagen: como el padre Rafael, nuestro jefe, no le dice no a nadie ni a nada, tenemos muchísimo trabajo, por el momento todos tenemos que apoyar a Jorge, ya que sin este apoyo nunca podría realizar todo lo que hay que hacer.
Ayer por ejemplo apoyé un taller para jóvenes de barrios desfavorecidos en la elaboración de propuestas para el plan de desarrollo de la alcaldía. La metodología fue creativa y los jóvenes trabajaron muy bien, casi todos estuvieron super motivados. De verdad que este tipo de trabajo me encanta. El único problema es que es muy poco probable que sus ideas se realicen realmente, ya que las administraciones cartageneras suelen ser de las más corruptas dentro de Colombia...
Como consecuencia nadie se puede concentrar en su propio trabajo, a pesar de que ya cada uno tenga unas metas muy altas. Voy a tratar de tomarme a mis compañeros cartageneros como ejemplo y no dejarme estresar demasiado. Admiro a Jorge, por ejemplo, que sólo tiene 25 años pero tiene una responsabilidad enorme: está en contacto con personas de alto rango, está a cargo de un proyecto que cuesta millones... y trabaja día y noche, pero aun así no deja de sonreir y hacer chistes, casi no se le nota el estrés.
En nuestro tiempo libre, Eliécer y yo estuvimos ocupados sobre todo con instalarnos en nuestro nuevo apartamento. Por fin hemos terminado más o menos, hoy pasamos el día entero en la playa. El mar nos queda muy cerca, como a 5 minutos en bus y 20 minutos a pie. Me siento muy bien en Cartagena. Quiero ser más disciplinada, levantarme temprano e ir a correr a la playa en las mañanas, cuando todavía no hace calor. El malecón se llena a las 5, 6 de la mañana de deportistas…pero yo no sé si voy a ser capaz de levantarme, es tan rico dar otra vueltita en la cama...
Casi no tengo fotos de Cartagena, ya que casi nunca cargo mi cámara. Es una lástima, me gustaría compartir con uds la belleza de esta ciudad, así que espero hacerlo en los próximos días.
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Dieses Video habe ich bereits im Dezember, auf einer Reise mit der ONIC, gemacht. Ich finde es mega herzig, deshalb lade ich es mit Verspätung hier rauf. Tolú liegt an der Karibikküste, relativ in der Nähe von Cartagena. Este video es de diciembre del año pasado, lo hice en uno de mis viajes con la ONIC y muestra unos muhcachos en las playas de Tolú, en la costa caribeña, relativamente cerca de Cartagena.
"Jedes Wochenende werde ich hier verbringen!" schwörte ich mir, als ich 2010 das erste Mal in Cartagena ankam. Leider trennt aber eine Flugstunde und 24 Autofahrtstunden (JA! die Strassen in Kolumbien sind schlecht und ausserdem muss man die Anden bezwingen. Schweizer Tunnelbau ist hier nicht bekannt) und ich konnte mir diesen Wunsch im letzten Jahr nicht verwirklichen. Ich bin am 10. Januar gut in Cartagena angekommen. Momentan bin ich im "Interteam-Haus", wie es Tony im Scherz nennt, untergekommen - in der WG meiner Interteam-Kollegen Tony und Patrick. Patrick ist Jurist aus Fribourg und kämpft mit juristischen Mitteln in einem Team gegen Menschenrechtsverletzungen (mit einigem Erfolg!) und Tony ist Organisationspsychologe aus Graubünden. Falls ihr mehr Infos über deren Einsätze haben möchtet, hier die Links zu ihren Rundbriefen: Tony und Patrick.
Patrick war schon mehrmals in Cartagena, hat eine Freundin von hier, die Viviana heisst und spricht (fast) wie ein richtiger "costeño", wie die Küstenbewohner genannt werden.
Tony ist begeisterter Kite-Surfer, kommt also hier voll aus seinen Geschmack. Er arbeitet seit August 2011 für das Projekt, in dem ich seit einer Woche arbeite.
Cartagena - Stadt der Gegensätze
Nicht umsonst wird Cartagena "die Perle der Karibik" genannt (übrigens haben einige Städte Kolumbiens solche Übernamen - Cali wird z.B. die "Filiale des Himmels" genannt. Obwohl ich Cali und v.a. die Menschen aus Cali mag - es erinnert mich ein bisschen an San Pedro Sula in Honduras - überzeugt mich dieser Vergleich nicht wirklich, v.a. wegen der hohen Kriminalitätsrate.) Als kleinen Einblick empfehle ich euch das oben eingefügte Video, das ich auf Youtube gefunden habe.
Cartagena war einer der wichtigsten Sklavenumschlagplätze Lateinamerikas und ist heute UNESCO-Weltkulturerbe. Die Altstadt ist wunderschön, voller Touristen und man kann unbekümmert (da sicher) umherschlendern oder sich in eines der zahlreichen Strassenkaffees und -restaurants setzen. In Bocagrande, ein Viertel gleich neben der Altstadt, türmen sich die Hochhäuser.
Gleichzeitig ist Cartagena aber auch eine der ungleichsten - wenn nicht die ungleichste - Stadt Kolumbiens. Ausserhalb des historischen und modernen Zentrums herrscht schreckliche Misere. Häufig sind nicht einmal die grundlegendste Infrastruktur (z.B. Kanalisation) vorhanden. Viele vom internen Konflikt vertriebene Menschen suchen in der Stadt Zuflucht.
Viviana und Patrick bei der Besichtigung meiner neuen Wohnung (das T-Shirt von Patrick ist übrigens nur zufälligerweise auf die Wohnung abgestimmt... er ist nicht so der Mode-Freak ;-)/ Viviana y Patrick cuando visité mi nuevo apartamento (por cierto, me acabo de dar cuenta que la camiseta de Patrick combina muy bien con el apartamento...es pura casualidad, Patrick no es ningún aficionado de la moda! ;-)
So ist es sehr schwierig, eine zentrale und bezahlbare Wohnung zu finden. Ich hatte Glück, im Haus von Vivianas Eltern wurde eine 2.5-Zimmer-Wohnung frei. Sie liegt nicht im besten Quartier, aber ist zentral und funktional. Ich habe also wieder ein Gästezimmer!
Mein Freund sollte diese Woche mit all meinem Kram (schrecklich! wie kann es nur sein, dass ich nach nur einem Jahr schon SO viele sachen habe?) ankommen. Ich freue mich aufs Einrichten.
Meine neue Aufgabe
Bei der Arbeit wurde ich gut aufgenommen. Die "costeños" sind fröhliche und freundliche Menschen.
Das Büro der Corporación Desarrollo y Paz del Canal del Dique y Zona Costera (Korporation Entwicklung und Frieden Dammkanal und Küstenzone) liegt in der Altstadt und wird vom Pater Rafael geführt. Der "Dammkanal" ist eine Verbindung vom Atlantik bis zu einem der grössten Flüsse Kolumbiens, der "Magdalena". Die Region ist v.a. von sogenannten Afrokolombianern bewohnt, also Nachfahren von afrikanischen Sklaven. Es hat auch zwei indigene Gruppen in der Region. Ziel der Korporation ist die nachhaltige Friedensentwicklung im Norden der Karibik, eine Fläche, die in etwa der Grösse der Schweiz entspricht und wo rund 4 Millionen Menschen leben, wobei über die Hälfte in den Städten Cartagena und Barranquilla angesiedelt sind.
Nachhaltige Friedensentwicklung wird in 5 strategische Handlungsfelder eingeteilt:
1) Stärkung der Menschenrechte
2) Politische Partizipation und Demokratisieung
3) Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
4) Ausbildung und Kultur
5) Verteilung und Ordnung von Landeigentum
Momentan ist alles noch ein bisschen am entstehen (und es wird überall fröhlich improvisiert), nächstens soll die Korporation sehr viel Geld von der europäischen Union bekommen. Mit mir fingen gleichzeitig zwei neue Mitarbeiter an, es werden noch ca. 15 dazukommen. Ich werde voraussichtlich für den 4. Punkt zuständig sein. Ziel ist es, die lokale Identität, Kultur und Traditionen zu stärken und dem öffentlichen Bildungssektor unter die Arme zu greifen. Ich werde ausserdem auch für Gender-Fragen zuständig sein und z.B. mit einer Frauengruppe aus Armenvierteln in Cartagena Weiterentwicklungsmöglichkeiten erarbeiten.
Die Korporation arbeitet mit staatlichen und lokalen Instanzen zusammen, aber auch mit Firmen wie Ecopetrol (die kolumbianische Erdöl-Firma). Wie gut diese Zusammenarbeit läuft und wie dies z.T. moralisch vertretbar ist, zu dem konnte ich mir noch kein Bild machen.
Auf jeden Fall wurde ich schon voll eingespannt, werde viel Verantwortung tragen, aber auch sehr viel Bewegungsfreiheit haben. Es wird sicher sehr spannend, mit Ruhe ist wahrscheinlich vorerst fertig.
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En la casa Interteam
Cuando pisé tierra cartagenera por primera vez me juré que iba a intentar pasar todos los fines de semana en esta ciudad. Desafortunadamente me quedé con las ganas, ya que entre Bogotá y Cartagena hay una hora de vuelo o 24 horas en carro (SI! las carreteras en Colombia están en muy mal estado y además hay que atravesar los Andes). Por el momento estoy viviendo en la „casa Interteam“, como bromea Tony – en el apartamento que se comparten mis compañeros de Interteam, Tony y Patrick. Patrick es abogado y está luchando por los derechos humanos (en un equipo que al parecer es muy fuerte y que está teniendo algunos éxitos importantes) y Tony es sicólogo organizacional. Si desean más información acerca de su misión en Colombia, pueden consultar la página internet de Interteam (información sólo en alemán): Tonyy Patrick.
Patrick ya ha vivido más de 3 años en Cartagena, su novia Viviana es cartagenera y (casi) habla como un verdadero "costeño", o “coteño”, como dirían los costeños.
Tony ama el kite surf, es una persona muy activa que disfruta del hecho de estar tan cerca del mar. Desde Agosto del año pasado está trabajando en el proyecto en el que he empezado a trabajar el lunes pasado.
Cartagena liegt an der Karibikküste/Cartagena queda en la costa caribeña
Cartagena – pobre y hermosa
no en vano se le llama a Cartagena „la perla del caribe“ (por cierto, Cali es la denominada „sucursal del cielo“, pero a pesar de que me guste esta ciudad (se parece un poco a mi querida San Pedro Sula en Honduras) y sobre todo su gente, no me convence la comparación...sobre todo por su alto índice de criminalidad). Para tener una impresión de la belleza les recomiendo mirar el video de youtube que inserté al principio de este capítulo.
Durante la época colonial, Cartagena fue uno de los puertos más importantes para el tráfico de esclavos africanos en América Latina. Hoy en día forma parte del patrimonio mundial de la UNESCO. El centro histórico es de una belleza impactante, casi siempre está llena de turistas y lo mejor es que es muy seguro. Tony y Patrick viven en Bocagrande, el centro moderno que con sus edificios altos y modernos se parece a muchas otras ciudades modernas en el Caribe.
Sin embargo, Cartagena es una de las ciudades más desiguales de Colombia. La gran mayoría de la gente fuera del centro histórico y moderno viven en la miseria y algunos barrios carecen de la infraestructura más básica. Entre ellos hay muchas personas desplazadas por el conflicto interno.
Por lo tanto, es bastante difícil encontrar un apartamento céntrico y económicamente accesible. Tuve mucha suerte, ya que el apartamento que los padres de Viviana arriendan se desocupó pocos días antes de mi llegada. Tiene dos cuartos, no se encuentra en el barrio más bonito pero es céntrico y hay buena conección de transportes urbanos, además que queda a pocas cuadras del aeropuerto (lo que no se nota, ya que no se escuchan los aviones).
Mi novio llega esta semana con todos mis cachivaches (es horrible ver cuantas cosas he acumulado en un año!) Estoy emocionada por instalarme en mi nuevo hogar.
Altstadt/centro histórico...
und "Bocagrande", der moderne Stadtteil Cartagenas/ y Bocagrande, el centro moderno de Cartagena
Mi nuevo trabajo
Mis nuevos compañeros de trabajo me recibieron muy bien. Los "costeños" son alegres y amables. Son completamente diferentes a los bogotanos, que en general son más tranquilos y reservados.
La oficina de la Corporación Desarrollo y Paz del Canal del Dique y Zona Costera se encuentra en el centro histórico. Su director es el padre Rafael y como lo dice su nombre, sus actividades se concentran en la región del Canal del Dique, que comunica el río Magdalena con el Atlántico, y una parte de la costa atlántica. La zona es sobre todo habitada por “afrocolombianos”, pero también hay dos grupos indígenas, los Zenú y los Mokaná. El objetivo de la corporación es realizar un programa de desarrollo humano integral en una zona que equivale al territorio suizo y donde viven aprox. 4 millones de personas.
Las Líneas de Acción están divididas en 4 ejes estratégicos:
1. Paz y Derechos Humanos. 2. Gobernabilidad Democrática 3. Desarrollo Integral y Sostenible 4. Educación y Cultura 5. Ordenamiento Territorial
la corporación aún está en el proceso de organizarse, pero muy pronto va a recibir un monto importante de la Unión Europea. El equipo todavía no se ha conformado completamente; conmigo empezaron 2 nuevos compañeros y se piensa emplear a más o menos 15 personas más. Lo que hablamos en esta semana fue que yo voy a ser la responsable para el 4º eje, el objetivo siendo el fortalecimiento de la identidad, de la cultura, de las tradiciones locales y de apoyar a las instituciones culturales y educativas estatales municipales y locales. Además voy a ser la responsable para los asuntos de género y apoyar a un grupo de mujeres artesanas de barrios desfavorecidos de Cartagena.
La corporación trabaja en colaboración con instancias estatales y locales, pero también con empresas como Ecopetrol (la sociedad petrolera colombiana). Aún me queda por descubrir como se presenta la colaboración con esta empresa y como el trabajo de desarrollo y paz se concilia moralmente con las actividades de una multinacional.
Lo único que puedo decir es que mi trabajo parece muy interesante y desafiante, y que voy a tener mucho espacio para trabajar de manera creativa... Ya les contaré como sigue la cosa!!