Sunday, April 15, 2012

Medellín nach Escobar und seinem Drogenkartell/Medellín después de Escobar y su cartel

Über Ostern waren meine Eltern zu Besuch in Cartagena, wir machten zwei kleine Reisen ins verschlafene Mompox und ins pulsierende Medellín - meine Idee war es, meinen Eltern einen kleinen Eindruck der Vielfältigkeit dieses Landes zu geben. Dies gelang mir zum Glück, denn die Reise hat ihnen sehr gefallen.

Mompox, eine koloniale Stadt unweit südlich von Cartagena (aber durch komplizierte und abenteuerliche Reise mit Bus, Boot und Taxi dauert diese ca. 6 Stunden), ist Schauplatz des Französisch-Italienischen 80er-Jahre-Verfilmung des Buches "Chronik eines angekündigten Todes" von Gabriel García Márquez (mit Ornella Mutti und Rupert Everett... die im Film Kolumbianer spielen...allerdings für mich nicht sehr überzeugend!). Das weissgestrichene Städtchen am rio Magdalena war bis zur Mitte des 19.Jh ein wichtiger Handelsknotenpunkt, bis der Fluss entschied, woanders durchzufliessen - und Mompox in Vergessenheit gerat. Heute zählt Mompox zum UNESCO-Welterbe und erwacht nur für die religiösen Feierlichkeiten wähend Ostern aus seinem Schönheitsschlaf. Wahnsinnig viel gibt es hier nicht zu tun, wegen der Hitze ist der Drang nach Aktivitäten aber auch nicht so gross. Wir genossen die wohltuende Ruhe - welche nur von der schrecklichen Vallenato-Musik gestört wurde, die überall aus Lautsprechern dröhnt. Vallenato ist des costeños grosse Liebe - und er kann nicht verstehen - wie kann man!-, dass es Menschen gibt, die tatsächlich diesen Musikstil nicht mögen!! Mompox ist bekannt für seine wunderschöne filigrane Gold- uns Silber-Schmiedekunst (ich habe natürlich geshoppt) und seine Holzschaukelstühle, mit der die Hitze gleich erträglicher wird. An einem Nachmittags-Ausflug zu Boot sahen wir nicht nur die wunderschöne Flusslandschaft, sondern es war überall voll von Leguanen, schönen Vögeln, Zebus, Fischen und sogar Affen.

meine Errungenschaften aus Mompox! diejenigen auf der rechten Seite sind präkolumbianisch inspiriert, mein Vater hat sie mir geschenkt ;-)/ mis recuerdos de Mompox! los de la derecha tienen inspiración precolombina, me los regaló mi papá! ;-)



Die 2. Reise führte uns nach Medellin. Wir hatten ein Hotel in 5 Minuten-Distanz vom Flughafen entfernt reserviert, wobei wir erst bei der Ankunft merkten, dass es in Medellin zwei Flughäfen gibt, und dass wir natürlich im anderen Flughafen angekommen waren… Medellin hat im Ausland wegen seiner Drogenkartell-Vergangenheit unter Pablo Escobar einen schlechten Ruf. Ich hatte schon viel Gutes gehört, erwartete aber nicht, dass die Stadt mir so super gefallen würde! Die Leute, das Klima (nicht umsonst wird sie die Stadt des ewigen Frühlings genannt), das kulturelle Angebot, die zahlreichen Stadtparks, die Ausflugsmöglichkeiten und vor allem: ein funktionierendes Transportsystem!! Dieses besteht aus zwei Metrolinien und mehrere Seilbahn-Linien, welche das Zentrum mit den höher gelegenen armen (und gefährlichen) Quartieren verbindet. Die EinwohnerInnen von Medellin (und des departamentes Antioquia) nennen sich "paisas" und haben den Ruf, sehr freundlich und arbeitsam zu sein. Während sich an der Atlantik-Küste v.a. spanische Kolonisatoren aus Andalusien niederliessen, kamen vor allem Basken nach Antioquia ….
Medellin ist die Heimatstadt des Malers Fernando Botero. Einer der Hauptplätze der Stadt ist ein Freiluftmuseum mit ca. 20 Skulpturen von Botero und heisst Plaza Botero. Botero hat mehr als 200 Werke seiner Heimatstadt vermacht. Am 1. Tag wurde uns der Eintritt ins Museum de Antioquia verwehrt; den Grund erfuhren wir alsbald: der rote Teppich war ausgerollt worden anlässlich der Feier zum 80. Geburtstag des Meisters. Meine Mutter konnte sich trotz tiefer Statur vorkämpfen und schoss ein Foto von ihm, als er aus dem Museum trat.


Auch Cartagena haben wir gebührlich genossen. An einem Tag besuchten wir den Vulkan "Totumo", in dessen Schlamm man baden kann. Der Vulkan ist anscheinend 2'000 Meter tief, aber weil der Schlamm so dickflüssig ist, kann man nicht sinken - man treibt immer ca. auf Brusthöhe. Für meinen Vater und mich sehr lustig und entspannend, meine Mutter war etwas skeptischer und verliess relativ bald das warme und gesellschaftliche Bad. Den Schlamm haben wir anschliessend in einer Lagune abgewaschen - dieser sass aber v.a. in den Ohren ziemlich fest! Anschliessend gab es gebratenen Fisch in einem Strand-Restaurant. Ein super Tagesausflug, den ich sicher wieder mal machen werde.


Cartagena


Mompox


Medellín



Mis padres me visitaron durante la semana santa, durante la que viajamos a Mompox y a Medellín. Mi idea era darles una impresión de la diversidad de Colombia. Parece que lo logré, ya que ambos disfrutaron mucho del viaje.
Mompox, una ciudad colonial muy cerca de Cartagena (pero al que se llega sólo en 6 horas, ya que el viaje es aventurero y complicado, hay que tomar bus, lancha y taxi), fue escenario de la filmación de la obra literaria “Crónica de una muerte anunciada” de García Márquez (con Ornella Mutti y Rupert Everett de protagonistas...y como supuestos colombianos, qué risa!) Hasta mediados del siglo 19 fue un centro de contrabando y comercio muy importante, hasta que el río Magdalena decidió tomar otro rumbo – con lo que la ciudad fue condenada al olvido. Hoy, Mompox forma parte del patrimonio mundial de la UNESCO. Solo se despierta y se llena de gente para las celebraciones religiosas de la semana santa. La verdad es que no hay mucho que hacer, lo que no es muy importante, ya que el calor le impide a uno ser muy activo.
Disfrutamos de la tranquilidad – que sólo fue interrumpida por canciones de Vallenato – uno de los estilos típicos de la costa y muy muy amado por los costeños – y no se pueden imaginar que a alguien no le pueda gustar!
Mompox  es famosa por su filigrana en oro y plata (un paraíso para mí! Hay cosas muy bellas) y por fabricar mesedoras, que hacen las tardes de calor un poco más soportable. Durante una pequeña excursión en lancha vimos unos paisajes hermosos, iguanas, aves, vacas, peces y hasta monos.
Nuestro segundo viaje nos llevó a Medellín. Habíamos reservado un hotel a 5 minutos del aeropuerto, pero cuando llegamos nos dimos cuenta que hay dos aeropuertos y que por supuesto estábamos en el otro, que quedaba a más de una hora del hotel! Medellín tiene una mala reputación internacional gracias a su pasado, cuando el famoso cartel de Pablo Escobar mandaba en la ciudad. Sin embargo, muchas personas me habían contado cosas muy buenas, y aun así no pensaba que me iba a gustar tanto! La gente, el clima (se le llama la ciudad de la eterna primavera!), la oferta cultural, la cantidad de parques y espacios verdes, la oferta en excursiones a los alrededores, y sobre todo: un sistema de transporte funcional y moderno!! Está compuesto por dos líneas de metro y varias líneas de teleféricos que conectan el centro con los barrios pobres y peligrosos de las lomas. Los habitantes de Medellín y del departamento de Antioquia se llaman „paisas“ y tienen la fama de ser amables y trabajadores. Aquí se concentró la inmigración vasca, mientras que los andaluces se quedaron alrededor de la costa atlántica...
Medellín es la tierra del pintor  Fernando Botero. El legó como 200 de sus obras a su ciudad natal; en la plaza de Botero, en el centro de la ciudad, están expuestas como 20 de sus esculpturas. El primer día queríamos visitar el museo de Antioquia, pero no nos dejaron entrar. Muy pronto supimos la razón: el maestro cumplía 80 años, y los celebraba con la inauguración de una nueva exposición. Mi mamá, a pesar de ser bajita, luchó y logró tomarle una foto cuando justo salió del museo.
También disfrutamos mucho de Cartagena. En una excursión de un día visitamos el volcán "Totumo". Parece que tiene una profundidad de 2000 metros, pero como está lleno de lodo espeso, uno se puede bañar tranquilamente, sin hundirse, siempre se queda con el pecho en el aire. Una sensación muy rara, pero agradable! Mientras que mi papá y yo disfrutamos mucho de este baño tan diferente, mi mamá quedó escéptica y se salió bastante rápido. Luego, nos limpiamos en una ciénaga, aunque fue bastante difícil quitarse el barro, sobre todo en las orejas!La excursión terminó con un almuerzo en la playa... Todo estuvo muy rico!

auf einer Bootsfahrt auf dem Magdalena-Fluss ausserhalb Mompox boten uns die Dorf-Jungs ein Spektakel, sie sprangen um die Wette... ein sehr schöner Moment
durante una excursión en lanchita, en el río Magdalena, en las afueras de Mompox, unos muchachos de un pueblo nos presentaron un espectáculo muy especial... veanlo uds mismos...

Monday, March 12, 2012

das Auf und Ab geht weiter.../siguen los altibajos...

Ich fragte mich schon lang, wie sich ein Venezier so fühlt. Jetzt kann ich es mir in etwa vorstellen. Es ist komisch, in einer Touri-Hochburg zu leben und effektiv zu arbeiten, wenn es scheint, dass alle Leute auf der Strasse Ferien haben. Cartagena ist wunderschön, die Einheimischen - so hat es mir eine Praktikantin auf jeden Fall gesagt - sind sich wohl selten der Schönheit bewusst. Und wenn man an eine Sitzung muss oder dringend ein paar Kopien braucht, sieht man diese wirklich nicht mehr, bzw bin ich mehr damit beschäftig, an den langsamen Touristen oder den hupenden Autos vorbeizukommen.


Auch die Hitze hat ihre Tücken: unsere Wohnung ist voller kleinster Ameisen (die gibt es auch in San Pedro Sula/Honduras), die irgendwie alles aufstöbern und überall reinkommen, d.h. man muss alles Mögliche und Unmögliche im Kühlschrank aufbewahren. Wegen der Hitze haben wir auch immer die Fenster und die Türe offen - mit der kühlen Brise kommt aber auch der Staub und man könnte jeden Tag die Wohnung putzen. Ansonten fühle ich mich aber in der Wohnung sehr wohl, wir hatten schon zwei Mal Besuch, einmal von Rosmarie, die zum internationalen Filmfestival kam (sehr empfehlenswert! und praktisch alle Filme sind gratis!) und danach von Gema und Hugo, ein franko-spanisches Pärli.

Nicht immer ganz einfach

Mehr als ein Jahr bin ich jetzt in Kolumbien. Ich spreche schon fast wie eine Kolumbianerin (obwohl Eliécer meint, dass ich meinen zentralamerikanischen Akzent behalten habe, werde ich häufig als Kolumbianerin gehalten), aber das Leben, die Arbeit und die Leute hier finde ich manchmal immer noch sehr befremdend.
Die Arbeit direkt mit der Bevölkerung gefällt mir sehr, ist immer bereichernd und erfüllt mich. Ich habe das Gefühl, ernst genommen zu werden und einen kleinen Beitrag zur Verbesserung ihres Lebens leisten zu können. Anders ist es aber im Büro. Ich habe Mühe mit der steilen Hierarchie, habe das Gefühl, nicht immer ganz ernst genommen zu werden und leide unter der mangelhaften Planung. Letzte Woche stellte ich zum Beispiel innerhalb von 3 Tagen einen Grossanlass für 250 Frauen auf die Beine - zum internationalen Frauen-Tag - der mir zum Glück schlussendlich sehr gut gelang.  Wir thematisierten häusliche Gewalt - ein riesiges Problem in Kolumbien und v.a. an der Atlantik-Küsten. Die Reaktionen aus dem Publikum waren erschreckend und gleichzeitig bewundernswert, die Frauen - alle aus Armenvierteln - begannen, über ihre Situation zu reden und Fragen zu stellen. Auch die Evaluationen und Kärtchen, auf denen sie ihre Wünsche für die Frauen Kolumbiens und der Welt niederschrieben und ich momentan am auswerten bin, geben einen kleinen Einblick in deren Welt. Eine Frau schrieb zum Beispiel, dass sie keine Angst mehr haben möchte - geht aber nicht auf die Details ein. Ich werde sie durch meine Arbeit im Centro Pastoral, im Pfarreizentrum (?) weiterhin unterstützen.


Ich bin momentan am Lernen, (oder ich versuche es auf jeden Fall), mich zu distanzieren, die Dinge gelassen zu sehen und mich in Geduld zu üben. Alles 3 Dinge, die nicht so meine Stärke sind. Auch wird es eine Herausforderung sein, konstruktive Kritik so zu formulieren, dass sie angenommen werden kann. Insbesondere mein Chef, der Padre Rafael, der Stadtweit berühmt ist, ist sich dies überhaupt nicht gewöhnt - zu gross ist die Verehrung und Respekt der Menschen für ihn.
Momentan organisiere ich auch eine Rundreise für meine Eltern, die Ende März für ca. 10 Tage zu Besuch kommen werden. Ich freue mich riesig auf sie.

Trabajar en un destino turístico

Siempre me he preguntado cómo se sentían los venecianos. Ahora me lo puedo imaginar. Es raro vivir en un lugar tan turístico, en el que todo el mundo parece estar de vacaciones. Con el tiempo, y sobre todo cuando a uno le toca correr a una reunión o a conseguir unas fotocopias, ya no se fija tanto en las bellezas de esta hermosa ciudad histórica, si no que me concentro más en esquivar a los turistas o los carros.
Nos sentimos muy bien en nuestro apartamento, pero lo malo de vivir en el trópico son definitivamente los bichos: hay unas hormiguitas minúsculas que andan por todas partes (las hay también en San Pedro Sula/Honduras), lo que significa que hay que guardar practicamente todo en la nevera. Y por el calor dejamos las ventanas abiertas, pero la brisa refrescante trae polvo y suciedad, y se podría limpiar la casa todos los días, nunca tengo la sensación de tener un apartamento limpio. Ya tuvimos la visita de varios amigos, la primera en visitarnos fue Rosmarie, quien vino para el festival internacional de cine (muy recomendable, y la mayoría de las películas son gratis!) y luego vinieron Gema y Hugo, una pareja franco-española. Por el momento estoy organizando la visita de mis padres, que llegan a finales de marzo y se quedan 10 días. Me alegro tanto!!

La India Catalina, símbolo para Cartagena y su festival de cine/"Catalina, die Indianerin" - Symbol für Cartagena und sein Filmfestival
Llevo más de un año en Colombia. Ya casi hablo como colombiana (aunque Eliécer me dice que sigo hablando como centroamericana, pero de hecho mucha gente cree que soy colombiana), pero la vida, el trabajo y la gente me sigue sorprendiendo.
Trabajar directamente con la gente me encanta, siempre se aprende un montón, son momentos muy enriquecedores. Me siento tomada  en cuenta, y siento que puedo aportar un granito de arena para tal vez mejorar algo en la vida de estas personas. Muy diferente es la situación en la oficina. Me molesta la jerarquía marcada, tengo la impresión que algunas personas no me toman en serio, y me molesta la falta de planeación estratégica. La semana pasada, por ejemplo, organizé un evento para 250 mujeres en tan sólo 3 días. Finalmente, la celebración del día de la mujer salió muy bien (ver fotos más arriba). Hablamos de la violencia intrafamiliar, un tema muy actual y muy grave, en toda Colombia pero especialmente en la costa atlántica. Las reacciones de las mujeres – todas eran de barrios marginados - fueron muy fuertes. Una mujer escribió, por ejemplo, que ya no quería tener miedo - miedo en la calle, en la casa? No lo sabemos, porque no lo precisó. Pero por lo menos da una pequeña impresión de lo que les pasa a estas mujeres. Por el momento estoy evaluando sus evaluaciones y los deseos que plasmaron en unas hojas de papel. 
Por el momento trato de aprender a tomar distancia, a relajarme y a tener paciencia, ya que estoss puntos no son mis fuertes. También tengo que mejorar mi manera de formular crítica constructiva, ya que es algo que casi no se hace, sobre todo cuando se trata del Padre Rafael, que es un personaje famoso en toda Cartagena y que no está acostumbrado a que alguien lo cuestione... no siempre es fácil, pero estoy tratando de verlo como una gran oportunidad para mejorar como ser humano y como profesional...vamos a ver cómo sigue esta historia...

Saturday, February 11, 2012

Chaos bei der Arbeit, Einleben in Cartagena/caos total en el trabajo y acostumbrándome a la vida cartagenera


Cartagena ist eine andere Welt als Bogotá: die Leute sprechen schnell, sind laut und fröhlich. Sie gelten als faul, aber bei uns im Büro bekomme ich einen ganz anderen Eindruck: weil unser Chef, der Pater Rafael, zu nichts nein sagen kann, werden wir mit Arbeit nur so überschwemmt, die Leute arbeiten weit mehr als die obligatorischen Stunden (und in Kolumbien ist von kompensieren nie die Rede) und momentan müssen wir alle einem unserer Kollegen, Jorge, unter die Arme greifen, denn sonst wäre der riesige Berg an Arbeit nicht zu bewältigen. Gestern unterstützte ich z.B. in einem Workshop für Jugendliche aus Armenvierteln, welche Vorschläge für die Entwicklungsprojekte der Stadt eingeben konnten. Der Workshop war cool, die Methode kreativ und die Jugendlichen extrem motiviert, dies ist wirklich die Art von Arbeit, die ich liebe. Ob aber deren Ideen wirklich verwirklicht werden, ist leider sehr fragwürdig, da die Behörden von Cartagena als eine der korruptesten Kolumbiens gelten.
Somit kommen wir alle natürlich gar nicht mehr dazu, unsere eigene Arbeit zu erledigen - wo sowieso grundsätzlich schon sehr hohe Ziele gesetzt wurden. Ich werde versuchen, mich nicht allzusehr unter Druck setzen zu lassen. Jorge ist zB wirklich bewundernswert: er ist erst 25 Jahre alt, hat eine riesige Verantwortung (er verhandelt mit wichtigen Entscheidungsträgern, führt ein Millionen-Projekt praktisch alleine...) und arbeitet sozusagen Tag und Nacht, und trotzdem lässt sein stets freundliches Gesicht kaum Stress anmerken.
In der Freizeit waren Eliécer und ich bis jetzt v.a. mit Wohnungseinrichten beschäftigt. Jetzt sind wir endlich mehr oder weniger fertig, heute haben wir den ganzen Tag am Strand verbracht. Das Meer ist ca. 5 Minuten im Bus entfernt (oder noch weniger), zu Fuss wahrscheinlich ca. 20 Minuten. Ich fühle mich sehr wohl hier. Ich habe mir fest vorgenommen, vor der Arbeit jeweils am Strand joggen zu gehen - die Meerespromenade ist um 5, 6 Uhr voller Leute. Ob ich bequemes Bett-Tier dies aber wirklich schaffe, das werden wir noch sehen!
Und darf ich vorstellen, ich habe seit ein paar Tagen einen neuen Namen: Meret Catalina. Ein Arbeitskollege fand, dass ich so ein bisschen mehr "costeña" bin. Catalina, eine Indigene die im 16. Jh den Spaniern als Übersetzerin gedient hat, ist ein Wahrzeichen Cartagenas und ihre Statue steht im Zentrum der Neustadt.

Fotos habe ich leider noch nicht viele gemacht, den Fotoapparat habe ich eigentlich nie dabei. Ich möchte aber in den nächsten Tagen ein paar machen, damit ihr seht, wie wunderschön die Stadt ist!! Mein Arbeitsweg ist ein wahrer Augenschmaus.


Ein lustiger Musik-Vergleich habe ich auf der Facebook-Seite einer kolumbianischen Freundin gesehen, die lange in Deutschland gelebt hat:
Miren y comparen estos dos videos que descubrí en la página Facebook de una amiga colombiana que vivió mucho tiempo en Alemania... me parece muy chistoso:


dies das Cover aus den Alpen, hier das kolumbianische Original (der Rythmus heisst Vallenato, der Song war ein Mega-Hit in Kolumbien), mal schauen, welches euch besser gefällt ;-)
...y aqui les va el original colombiano (fue un gran éxito, el ritmo se llama Vallenato)



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Los costeños no hablan español, hablan costeño. Hablan tan rápido que a veces no se les entiende nada. Uno de mis compañeros de trabajo opinó que para que me fuera haciendo costeña me llamara mejor  "Meret Catalina Pérez"... La "india Catalina" fue intérprete de los conquistadores españoles en el siglo XVI y es uno de los símbolos de Cartagena, hay una estátua representándola en el nuevo centro de Cartagena.
Los costeños son vistos como perezosos, pero lo que veo en la oficina no corresponde a esta imagen: como el padre Rafael, nuestro jefe, no le dice no a nadie ni a nada, tenemos muchísimo trabajo, por el momento todos tenemos que apoyar a Jorge, ya que sin este apoyo nunca podría realizar todo lo que hay que hacer.

Ayer por ejemplo apoyé un taller para jóvenes de barrios desfavorecidos en la elaboración de propuestas para el plan de desarrollo de la alcaldía. La metodología fue creativa y los jóvenes trabajaron muy bien, casi todos estuvieron super motivados. De verdad que este tipo de trabajo me encanta. El único problema es que es muy poco probable que sus ideas se realicen realmente, ya que las administraciones cartageneras suelen ser de las más corruptas dentro de Colombia...
Como consecuencia nadie se puede concentrar en su propio trabajo, a pesar de que ya cada uno tenga unas metas muy altas. Voy a tratar de tomarme a mis compañeros cartageneros como ejemplo y no dejarme estresar demasiado. Admiro a Jorge, por ejemplo, que sólo tiene 25 años pero tiene una responsabilidad enorme: está en contacto con personas de alto rango, está a cargo de un proyecto que cuesta millones... y trabaja día y noche, pero aun así no deja de sonreir y hacer chistes, casi no se le nota el estrés. 

En nuestro tiempo libre, Eliécer y yo estuvimos ocupados sobre todo con instalarnos en nuestro nuevo apartamento. Por fin hemos terminado más o menos, hoy pasamos el día entero en la playa. El mar nos queda muy cerca, como a 5 minutos en bus y 20 minutos a pie. Me siento muy bien en Cartagena. Quiero ser más disciplinada, levantarme temprano e ir a correr a la playa en las mañanas, cuando todavía no hace calor. El malecón se llena a las 5, 6 de la mañana de deportistas…pero yo no sé si voy a ser capaz de levantarme, es tan rico dar otra vueltita en la cama...  

Casi no tengo fotos de Cartagena, ya que casi nunca cargo mi cámara. Es una lástima, me gustaría compartir con uds la belleza de esta ciudad, así que espero hacerlo en los próximos días. 

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Dieses Video habe ich bereits im Dezember, auf einer Reise mit der ONIC, gemacht. Ich finde es mega herzig, deshalb lade ich es mit Verspätung hier rauf. Tolú liegt an der Karibikküste, relativ in der Nähe von Cartagena.
Este video es de diciembre del año pasado, lo hice en uno de mis viajes con la ONIC y muestra unos muhcachos en las playas de Tolú, en la costa caribeña, relativamente cerca de Cartagena.

Sunday, January 22, 2012

Cartagena - la perla del Caribe (Cartagena, die Perle der Karibik)




"Jedes Wochenende werde ich hier verbringen!" schwörte ich mir, als ich 2010 das erste Mal in Cartagena ankam. Leider trennt aber eine Flugstunde und 24 Autofahrtstunden (JA! die Strassen in Kolumbien sind schlecht und ausserdem muss man die Anden bezwingen. Schweizer Tunnelbau ist hier nicht bekannt) und ich konnte mir diesen Wunsch im letzten Jahr nicht verwirklichen. Ich bin am 10. Januar gut in Cartagena angekommen. Momentan bin ich im "Interteam-Haus", wie es Tony im Scherz nennt, untergekommen - in der WG meiner Interteam-Kollegen Tony und Patrick. Patrick ist Jurist aus Fribourg und kämpft mit juristischen Mitteln in einem Team gegen Menschenrechtsverletzungen (mit einigem Erfolg!) und Tony ist Organisationspsychologe aus Graubünden. Falls ihr mehr Infos über deren Einsätze haben möchtet, hier die Links zu ihren Rundbriefen: Tony und Patrick.

Patrick war schon mehrmals in Cartagena, hat eine Freundin von hier, die Viviana heisst und spricht (fast) wie ein richtiger "costeño", wie die Küstenbewohner genannt werden.
Tony ist begeisterter Kite-Surfer, kommt also hier voll aus seinen Geschmack. Er arbeitet seit August 2011 für das Projekt, in dem ich seit einer Woche arbeite.


Cartagena - Stadt der Gegensätze

Nicht umsonst wird Cartagena "die Perle der Karibik" genannt (übrigens haben einige Städte Kolumbiens solche Übernamen - Cali wird z.B. die "Filiale des Himmels" genannt. Obwohl ich Cali und v.a. die Menschen aus Cali mag - es erinnert mich ein bisschen an San Pedro Sula in Honduras -  überzeugt mich dieser Vergleich nicht wirklich, v.a. wegen der hohen Kriminalitätsrate.) Als kleinen Einblick empfehle ich euch das oben eingefügte Video, das ich auf Youtube gefunden habe.

Cartagena war einer der wichtigsten Sklavenumschlagplätze Lateinamerikas und ist heute UNESCO-Weltkulturerbe. Die Altstadt ist wunderschön, voller Touristen und man kann unbekümmert (da sicher) umherschlendern oder sich in eines der zahlreichen Strassenkaffees und -restaurants setzen. In Bocagrande, ein Viertel gleich neben der Altstadt, türmen sich die Hochhäuser.

Gleichzeitig ist Cartagena aber auch eine der ungleichsten - wenn nicht die ungleichste - Stadt Kolumbiens. Ausserhalb des historischen und modernen Zentrums herrscht schreckliche Misere. Häufig sind nicht einmal die grundlegendste Infrastruktur (z.B. Kanalisation) vorhanden. Viele vom internen Konflikt vertriebene Menschen suchen in der Stadt Zuflucht.

Viviana und Patrick bei der Besichtigung meiner neuen Wohnung (das T-Shirt von Patrick ist übrigens nur zufälligerweise auf die Wohnung abgestimmt... er ist nicht so der Mode-Freak ;-)/ Viviana y Patrick cuando visité mi nuevo apartamento (por cierto, me acabo de dar cuenta que la camiseta de Patrick combina muy bien con el apartamento...es pura casualidad, Patrick no es ningún aficionado de la moda! ;-)
So ist es sehr schwierig, eine zentrale und bezahlbare Wohnung zu finden. Ich hatte Glück, im Haus von Vivianas Eltern wurde eine 2.5-Zimmer-Wohnung frei. Sie liegt nicht im besten Quartier, aber ist zentral und funktional. Ich habe also wieder ein Gästezimmer!

Mein Freund sollte diese Woche mit all meinem Kram (schrecklich! wie kann es nur sein, dass ich nach nur einem Jahr schon SO viele sachen habe?) ankommen. Ich freue mich aufs Einrichten.


Meine neue Aufgabe

Bei der Arbeit wurde ich gut aufgenommen. Die "costeños" sind fröhliche und freundliche Menschen.
Das Büro der Corporación Desarrollo y Paz del Canal del Dique y Zona Costera (Korporation Entwicklung und Frieden Dammkanal und Küstenzone) liegt in der Altstadt und wird vom Pater Rafael geführt. Der "Dammkanal" ist eine Verbindung vom Atlantik bis zu einem der grössten Flüsse Kolumbiens, der "Magdalena". Die Region ist v.a. von sogenannten Afrokolombianern bewohnt, also Nachfahren von afrikanischen Sklaven. Es hat auch zwei indigene Gruppen in der Region. Ziel der Korporation ist die nachhaltige Friedensentwicklung im Norden der Karibik, eine Fläche, die in etwa der Grösse der Schweiz entspricht und wo rund 4 Millionen Menschen leben, wobei über die Hälfte in den Städten Cartagena und Barranquilla angesiedelt sind.

Nachhaltige Friedensentwicklung wird in 5 strategische Handlungsfelder eingeteilt:

1) Stärkung der Menschenrechte
2) Politische Partizipation und Demokratisieung
3) Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
4) Ausbildung und Kultur
5) Verteilung und Ordnung von Landeigentum

Momentan ist alles noch ein bisschen am entstehen (und es wird überall fröhlich improvisiert), nächstens soll die Korporation sehr viel Geld von der europäischen Union bekommen. Mit mir fingen gleichzeitig zwei neue Mitarbeiter an, es werden noch ca. 15 dazukommen. Ich werde voraussichtlich für den 4. Punkt zuständig sein. Ziel ist es, die lokale Identität, Kultur und Traditionen zu stärken und dem öffentlichen Bildungssektor unter die Arme zu greifen. Ich werde ausserdem auch für Gender-Fragen zuständig sein und z.B. mit einer Frauengruppe aus Armenvierteln in Cartagena Weiterentwicklungsmöglichkeiten erarbeiten.
Die Korporation arbeitet mit staatlichen und lokalen Instanzen zusammen, aber auch mit Firmen wie Ecopetrol (die kolumbianische Erdöl-Firma). Wie gut diese Zusammenarbeit läuft und wie dies z.T. moralisch vertretbar ist, zu dem konnte ich mir noch kein Bild machen.
Auf jeden Fall wurde ich schon voll eingespannt, werde viel Verantwortung tragen, aber auch sehr viel Bewegungsfreiheit haben. Es wird sicher sehr spannend, mit Ruhe ist wahrscheinlich vorerst fertig.

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En la casa Interteam


Cuando pisé tierra cartagenera por primera vez me juré que iba a intentar pasar todos los fines de semana en esta ciudad. Desafortunadamente me quedé con las ganas, ya que entre Bogotá y Cartagena hay una hora de vuelo o 24 horas en carro (SI! las carreteras en Colombia están en muy mal estado y además hay que atravesar los Andes). Por el momento estoy viviendo en la „casa Interteam“, como bromea Tony – en el apartamento que se comparten mis compañeros de Interteam, Tony y Patrick. Patrick es abogado y está luchando por los derechos humanos (en un equipo que al parecer es muy fuerte y que está teniendo algunos éxitos importantes) y Tony es sicólogo organizacional. Si desean más información acerca de su misión en Colombia, pueden consultar la página internet de Interteam (información sólo en alemán): Tony y Patrick.
Patrick ya ha vivido más de 3 años en Cartagena, su novia Viviana es cartagenera y (casi) habla como un verdadero "costeño", o “coteño”, como dirían los costeños.
Tony ama el kite surf, es una persona muy activa que disfruta del hecho de estar tan cerca del mar. Desde Agosto del año pasado está trabajando en el proyecto en el que he empezado a trabajar el lunes pasado. 

Cartagena liegt an der Karibikküste/Cartagena queda en la costa caribeña

Cartagena – pobre y hermosa

no en vano se le llama a Cartagena „la perla del caribe“ (por cierto, Cali es la denominada „sucursal del cielo“, pero a pesar de que me guste esta ciudad (se parece un poco a mi querida San Pedro Sula en Honduras) y sobre todo su gente, no me convence la comparación...sobre todo por su alto índice de criminalidad). Para tener una impresión de la belleza les recomiendo mirar el video de youtube que inserté al principio de este capítulo. 
Durante la época colonial, Cartagena fue uno de los puertos más importantes para el tráfico de esclavos africanos en América Latina. Hoy en día forma parte del patrimonio mundial de la UNESCO.  El centro histórico es de una belleza impactante, casi siempre está llena de turistas y lo mejor es que es muy seguro. Tony y Patrick viven en Bocagrande, el centro moderno que con sus edificios altos y modernos se parece a muchas otras ciudades modernas en el Caribe.
Sin embargo, Cartagena es una de las ciudades más desiguales de Colombia. La gran mayoría de la gente fuera del centro histórico y moderno viven en la miseria y algunos barrios carecen de la infraestructura más básica. Entre ellos hay muchas personas desplazadas por el conflicto interno.
Por lo tanto, es bastante difícil encontrar un apartamento céntrico y económicamente accesible. Tuve mucha suerte, ya que el apartamento que los padres de Viviana arriendan se desocupó pocos días antes de mi llegada. Tiene dos cuartos, no se encuentra en el barrio más bonito pero es céntrico y hay buena conección de transportes urbanos, además que queda a pocas cuadras del aeropuerto (lo que no se nota, ya que no se escuchan los aviones).

Mi novio llega esta semana con todos mis cachivaches (es horrible ver cuantas cosas he acumulado en un año!) Estoy emocionada por instalarme en mi nuevo hogar.

Altstadt/centro histórico...

und "Bocagrande", der moderne Stadtteil Cartagenas/ y Bocagrande, el centro moderno de Cartagena

Mi nuevo trabajo

Mis nuevos compañeros de trabajo me recibieron muy bien. Los "costeños" son alegres y amables.  Son completamente diferentes a los bogotanos, que en general son más tranquilos y reservados.  
La oficina de la Corporación Desarrollo y Paz del Canal del Dique y Zona Costera se encuentra en el centro histórico.  Su director es el padre Rafael y como lo dice su nombre, sus actividades se concentran en la región del Canal del Dique, que comunica el río Magdalena con el Atlántico, y una parte de la costa atlántica. La zona es sobre todo habitada por “afrocolombianos”, pero también hay dos grupos indígenas, los Zenú y los Mokaná. El objetivo de la corporación es realizar un programa de desarrollo humano integral en una zona que equivale al territorio suizo y donde viven aprox. 4 millones de personas.
Las Líneas de Acción están divididas en 4 ejes estratégicos: 

1. Paz y Derechos Humanos.
2. Gobernabilidad Democrática
3. Desarrollo Integral y Sostenible
4. Educación y Cultura
5. Ordenamiento Territorial

la corporación aún está en el proceso de organizarse, pero muy pronto va a recibir un monto importante de la Unión Europea. El equipo todavía no se ha conformado completamente; conmigo empezaron 2 nuevos compañeros y se piensa emplear a más o menos 15 personas más. Lo que hablamos en esta semana fue que yo voy a ser la responsable para el 4º eje, el objetivo siendo el fortalecimiento de la identidad, de la cultura, de las tradiciones locales y de apoyar a las instituciones culturales y educativas estatales municipales y locales.  Además voy a ser la responsable para los asuntos de género y apoyar a un grupo de mujeres artesanas de barrios desfavorecidos de Cartagena.  
La corporación trabaja en colaboración con instancias estatales y locales, pero también con empresas como Ecopetrol (la sociedad petrolera colombiana). Aún me queda por descubrir como se presenta la colaboración con esta empresa y como el trabajo de desarrollo y paz se concilia moralmente con las actividades de una multinacional.
Lo único que puedo decir es que mi trabajo parece muy interesante y desafiante, y que voy a tener mucho espacio para trabajar de manera creativa... Ya les contaré como sigue la cosa!!

Friday, January 6, 2012

Feliz año nuevo! Guets nois!

Für einmal habe ich Weihnachten und Sylvester ganz anders verbracht: ich besuchte meine Freundin Micha (eine ICYE-Kollegin) in Ecuador, wo sie ein 4-monatiges Praktikum absolvierte. Auf unserer Reise entdeckten wir den Nebelwald von Santa Lucía, ein Vogel-Paradies (wo wir in einer wunderschönen Eco-Lodge schliefen) und danach mieteten wir zusammen mit 2 Freunden von Micha ein Auto und fuhren die "ruta del sol", die Sonnenstrasse, die ecuatorianische Küste runter. Highlight war die Sylvester-Nacht, die wir am Strand von Salinas verbrachten - siehe Video...


Im Video sieht man, wie das alte Jahr symbolisch verbrannt wird - in Form von Puppen in allen Formen, Grössen und Farben. Am Strand drängten sich hunderte, wenn nicht tausende von Menschen, vor allem Familien und fast ausschliesslich inländische Touristen. Die ausländischen Touris bevorzugen Montañita, das uns aber zu überlaufen und zu "Mallorca-Stylisch" war. Auffallend ist, dass es in Ecuador im Vergleich zu Kolumbien sehr viele US-Amerikanische Touristen gibt.

Nun bin ich bereits wieder zurück in Bogotá - es heisst einpacken für meine nächste Station: Cartagena!
Ich wünsche euch allen nur das Allerbeste fürs neue Jahr!




Feliz año nuevo!!


Este fin de año lo pasé de manera muy diferente: visité a mi amiga Micaela (una excompañera de ICYE) en Ecuador, donde estaba realizando una pasantía de 4 meses. Durante nuestro viaje descubrimos el bosque nubloso de Santa Lucía, a 2 horas de Quito, un verdadero paraíso para los amantes de las aves y donde nos quedamos durmiendo en un Eco-Lodge hermoso con gente encantadora. Luego alquilamos un carro con 2 amigos de Mica para bajar la costa ecuatoriana de norte al sur por la "ruta del sol". El viaje llegó a su punto máximo en la noche vieja en la playa de Salinas... miren el video más arriba!
Lo que pueden observar es la quema simbólica del año viejo a través de muñecos fabricados con trapos viejos y/o papel en todos los tamaños, colores y formas.  Miles de personas, la mayoría de ellas familias ecuatorianas, se reunieron en la playa para esta ceremonia tradicional. Los turistas extranjeros prefieren en general Montañita, un lugar que no nos gustó tanto, ya que es demasiado bullicioso (y me imagino lleno de drogas). Lo que me llamó la atención es que en Ecuador hay muchísimos turistas estadounidenses, lo que no es el caso para Colombia. 


Mientras tanto ya estoy de regreso en Bogotá, hoy y durante los próximos días me toca hacer las maletas para la próxima estación: Cartagena! 


Les deseo un nuevo año muy feliz para todas y todos!! 

Sunday, December 11, 2011

im schönen Bolivien/visitando la linda Bolivia

La Paz
Die Ferien in Bolivien zusammen mit meinen Eltern genoss ich sehr, ich konnte komplett entspannen. Der Kontrast zu Bogotá war gross: blauer Himmel, angenehmes Klima, freundliche und entspannte Menschen (die beim Stadtbus-Einsteigen die Mitfahrenden mit „guten Tag“ begrüssen! Hier wäre das unvorstellbar), kleine gepflegte Stadtparks zum verweilen, fast keine Bettler und clochards. Einfach wunderbar! In La Paz übernachteten wir bei der Familie Eugster, die wir aus Tadschikistan kennen. Sie wohnen in einem wunderschönen Haus mit Garten, wo man sich sofort zu Hause fühlt. La Paz ist eine beeindruckende Stadt, sie liegt zwischen 3‘200 und 4‘100 M.ü.M – zwischen der Bergplattform „El Alto“, wo auch der Flughafen liegt und dem Stadtzentrum und den reichen Vierteln gibt es mächtige Unterschiede. Ich habe zum Glück kein Problem mit der Höhe, obwohl ich natürlich den Sauerstoff-Mangel auch merke.  In La Paz traf ich auch Mischa, einen alten WWF- und nun Interteam-Kollegen und Nico, ein Bolivianer, der vor Jahren mit ICYE in der Schweiz ein Austauschjahr gemacht hatte und von Flo für ein paar Tage bei uns in der WG aufgenommen wurde.
Mit meiner Mutter unternahmen wir zuerst einen kleinen Ausflug nach Coroico, Wochenend-Ausflugsziel für viele paceños, wie die Bewohner von La Paz genannt werden. Früher führte die „Todesstrasse“ dorthin, ein haarsträubende Bergstrasse, wo jedes Jahr viele Menschen starben. Heute ist sie Touristenattraktion, es werden Fahrrad -Tours für die Abenteuerfahrt angeboten. Die Landschaft und die Vegetation sind sehr schön, aber leider war es kühl und regnerisch. Auf dem Weg nach Coroico machten wir die Bekanntschaft eines kleinen indigenen Mädchens, die all unseren Schmuck bestaunte und bei jedem Stück fragte, wo wir es denn gekauft hätten. Ausserdem fragte sie uns, wieso wir denn so komisch reden (meine Mutter und ich reden Französisch miteinander), wir müssten doch so reden wie sie.
Mit meinem Vater gingen wir dann nach Sorata, in die Berge, und dann weiter nach Copacabana, am Titicaca-See, wo wir die Isla del Sol besuchten und überquerten. Ich war hier schon 1998 und erschrak über die Touristen-Massen, obwohl es nicht mal Hochsaison war. Die meisten von ihnen sind „Möchtegern-Hippies“. Pizzerien und alternativ angehauchte Bars mit Menu-Karten auf Englisch reihen sich aneinander, an den Wänden hängen Bilder von Bob Marley und Ché Guevara.
die Todesstrasse/la carretera de la muerte
Schlussendlich reiste ich noch ein paar Tage alleine nach Sucre, die Hauptstadt Boliviens, welche wegen ihrer weissen Gebäude auch „die weisse Stadt“ genannt wird. Ich durfte bei einem Interteam-Pärchen wohnen (sie ist Bolivianerin, er Schweizer, der aber ca. 30 Jahre schon in Bolivien gelebt hat und dessen Schwester Arbeitskollegin von meinem Vater war – so klein ist die Welt). Ich habe ein paar Ausflüge unternommen und habe es sehr genossen.
Bolivien, ich komme hoffentlich bald wieder einmal! (Fotos ganz unten)

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Isla del Sol (Sonneninsel, Titicaca-See), lago Titicaca

Pasé unas vacaciones muy bonitas con mis padres, en las que pude descansar completamente. El contraste con Bogotá fue grande: cielo azul, clima agradable, personas amables y relajadas (los paceños se saludan con un “buenos días” al montar en un bus! Algo que no sería concebible en Bogotá), parques bien cuidados y tranquilos, casi no hay personas pidiendo, casi no hay indigentes.  En La Paz nos quedamos en casa de la familia Eugster, unos suizos que conocimos en Tayikistán. Viven en una casa maravillosa con jardín y con vista hacia unos cerros, donde uno se siente inmediatamente en casa. La Paz es una ciudad impresionante, la parte alta se llama „El Alto“, queda a 5000 metros sobre el mar y luego la ciudad se expande por varios valles, las partes más bajas siendo las zonas de los ricos. El centro de la ciudad queda a más o menos 3‘600 metros. Por suerte que no tengo problemas con la altura, aunque por supuesto también me afecta la falta de oxígeno. En La Paz me encontré con Mischa, un compañero de sufrimiento ;-) del WWF (una organización de protección al medio ambiente) que ahora es cooperante Interteam en Bolivia y también Nico, un boliviano que hizo un intercambio con ICYE en Suiza y a quien habíamos acogido por unos días cuando aun vivía con Flo en Berna.

Con mi mamá hicimos una excursión a Coroico, destino turístico popular entre los paceños. Antes se llegaba por la „carretera de la muerte“. Hace unos años la cerraron y construyeron una carretera más segura, mientras tanto la carretera de la muerte se ha convertido en un atractivo turístico, hay tours en bicicleta que bajan por la carretera. El paisaje y la vegetación son muy bonitos, pero lastimosamente estaba lloviendo y hacía frío. En el camino conocimos a una niñita indígena que inspeccionó todas nuestras cosas y que no dejaba de preguntar por qué hablábamos „chueco“, que teníamos que hablar como ella.

Con mi papá fuimos al pueblito Sorata que se encuentra en las montañas y por lo tanto es un punto para hacer caminatas, pero el tiempo estaba malo, así que seguimos hacia Copacabana en la orilla del lago Titicaca, donde visitamos también la Isla del Sol. La diferencia con 1998 fue impactante, la ciudad y la isla fueron invadidas por pizzerias y turistas, y esto que no estábamos en temporada alta. La mayoría de los turistas se disfrazan de  „hippies“, hay cantidades de bares „alternativos“ con menús escritos en inglés y afiches de Bob Marley y Ché Guevara.

Aproveché los últimos días para viajar sola a Sucre, la llamada ciudad blanca y capital de Bolivia. Me quedé en casa de unos compañeros de Interteam (ella es boliviana, él suizo que vivió por más de 30 años en Bolivia, su hermana fue compañera de trabajo de mi papá – increíble lo pequeño que es el mundo!) Sucre y sus alrededores me encantó!

Bolivia, ¡espero volver pronto!
La carretera de la muerte