Tuesday, October 18, 2011

Bereit für den bogotanischen Winter!/Lista para el invierno bogotano!

 
 

Also. Der Winter kann von mir aus kommen. Winter in Bogotá, das heisst: Regen, Regen, Regen, überschwemmte Strassen, verstopfte Strassen, keine Taxis, überfüllte Busse. Beklagen können wir uns nicht, denn die letzten 1, 2 Monate waren sehr sonnig und angenehm. Ausserdem hoffe ich, dass ich nicht mehr so lange in Bogotá sein werde... ich hoffe, ich kann euch schon bald mehr Informationen dazu geben. Auf jeden Fall habe ich jetzt Gummistiefel, nachdem meine Füsse schon x-mal nass wurden und meine schöne Schuhe gelitten hatten...und einen schönen Pünktli-Regenschirm hab ich auch schon; ich, die sonst immer den Regenschirm vergisst, hier in Bogotá ist das unverzeihbar, oder besser gesagt, man bereut es schnell, wenn man keinen dabei hat.

Nun freue ich mich vor allem auf meine Ferien mit meinen Eltern in Bolivien. Das Ticket habe ich letzte Woche gekauft, als mir meine Eltern mitteilten, dass sie nicht wie geplant im November nach Kolumbien kommen, aber mein Vater habe einen Kongress in La Paz und ich solle doch auch kommen.
Bolivien ist eines meiner Lieblings-Länder
Ansonsten bin ich mich bei der Arbeit wieder am langweilen. Dafür habe ich Zeit für meinen Blog ;-) Schlussendlich fuhr ich nicht nach Medellín, was mich nach all dem hin und her, das bei der ONIC immer herrscht, nicht mehr gross erstaunte, aber es nervte mich extrem, dass ich es gar nicht erfahren hätte, wenn ich nicht selbst angerufen hätte.
Letzte Woche fand dann der ONIC-Workshop in Bogotá statt, wo die vertriebenen Indigenen in sehr schlimmen Umständen leben müssen. Ein Guambiano-Indigener in voller traditioneller Tracht erzählte in gebrochenem Spanisch, dass sie am Flussrand des Río Bogotá wohnen (was schon sehr schlimm ist, denn dieser steigt in den Regenzeiten übers Ufer und ist einer der giftigsten Flüsse der Welt), sie arbeiten was sie können, auf dem Bau, Gelegenheitsjobs. Das Problem sei, dass sie in letzter Zeit überfallen wurden, ihr weniges Hab und Gut gestohlen wurde, mehrere Frauen wurden vergewaltigt, ein Jugendlicher beinahe getötet. Das Leid, die Angst, die Diskriminierung geht also weiter, nur ist es noch schlimmer, denn ein Indigener, der weit weg ist von seinem Land, verliert auch einen grossen Teil seiner Identität. Ich hoffe, dass die ONIC und das anwesende Innenministerium nun etwas unternimmt.
Mein Leben in Bogotá ist ausserhalb der Arbeit sehr gut. Ich bin frisch verliebt und habe gute Leute um mich.

Vorletztes Wochenende war die grosse Tanz-Show von Mariana. Sie gibt Tanzunterricht in einer Schule in Siberia (ja! Siberien! In der Nacht wird es hier tatsächlich siberisch kalt - naja, zugegebenermassen ist das wahrscheinlich übertrieben. Hier in Kolumbien begegnet man ausserdem tagtäglich europäischen Städtenamen, in Bogotá gibt es z.B. ein Viertel, das Venecia, also Venedig heisst. Ist aber nicht so empfehlenswert, da gefährlich und turistisch nicht so attraktiv. ;-) In Ibagué, der Heimatstadt meines Mitbewohners, hat es ein Quartier, das Interlaken heisst), diesjähriges Motto war die Seidenstrasse. Die Kinder hatten grossen Spass, es war lustig, ihnen zuzuschauen. Wir waren zum Glück kleidermässig gut vorbereitet, denn ausserhalb Bogotás wird es in der Nacht noch kälter, und die Vorstellung fand unter freiem Himmel statt. Die armen Kinder - die meisten Kostüme waren sehr dünn. Wahrscheinlich haben sie aber vor lauter Aufregung gar nichts gespürt.

Lista para el invierno y para mi próximo viaje: Bolivia!!


Ya estoy lista para el invierno. Invierno en Bogotá quiere decir: lluvia, lluvia, lluvia, calles inundadas, trancones, no hay taxis libres, y los buses están repletos. Pero no me puedo quejar, los últimos dos meses fueron soleados y agradables. Además, espero que mi tiempo en Bogotá se esté acabando...  los informo en cuanto sepa más…
De todas formas compré botas de caucho, ya que me mojé varias veces los pies y que ya arruiné un par de botas que traje de Suiza (eran muy bonitas pero baratas y no sobrevivieron mucho tiempo...) y además tengo un paraguas de lunares muy bonito, normalmente se me olvidaba siempre pero en Bogotá uno simplemente no PUEDE, no DEBE salir de la casa sin paraguas, o se arrepentirá muy rápido.  

BOLIVIA! Me alegro tanto!! Voy a pasar 2 semanas con mis padres, ya que al final no van a venir a Colombia y mi papá tiene una conferencia en La Paz. Bolivia es uno de mis países favoritos. 

Bueno. Y aparte de esto estoy otra vez aburrida en el trabajo, así que tengo tiempo para escribir en mi blog... Al final no viajé a Medellín, lo que en realidad no me sorprendió, ya que en la ONIC todo se organiza de un día a otro. Lo que me molestó fue que si no hubiera llamado ni siquiera me hubiera dado cuenta.

La semana pasada participé en el taller de la ONIC en Bogotá, donde los indígenas desplazados viven en circunstancias inhumanas. Un indígena Guambiano, con su vestimienta tradicional y explicándose en un español básico, relató que la comunidad guambiana vive en la orilla del río Bogotá (lo que en sí ya es grave, ya que en épocas de lluvia suele crecer mucho y es uno de los ríos más contaminados del mundo), están trabajando en lo que puedan, en construcción  o en lo que surga. En el barrio los atracaron y les robaron lo poquito que poseen (“nos robaron todas nuestras cositas”), violaron a varias mujeres, casi matan a un jóven. Es horrible como estas personas tienen que soportar tanto sufrimiento, estando tan lejos de sus tierras, que para los indígenas son fundamentales para su identidad. Espero que la ONIC y el Ministerio del Interior, que estuvo presente, hagan algo al respecto.

En mi vida privada me va muy bien. Estoy enamorada y rodeada por personas muy lindas.

El fin de semana antepasado fue la gran presentación de danzas folclóricas de Mariana. Da clases de danza en un colegio en Siberia (sí! Se llama así!! Queda en las afueras de Bogotá y en la noche hace un frío sibérico, bueno, es un poco exagerado. Hay muchos nombres chistosos por aquí, por ejemplo hay un barrio Venecia, pero no es muy recomendable y turísticamente no debe de ser muy interesante tampoco. En Ibagué, la ciudad de mi compañero de apartamento, hay un barrio que se llama Interlaken, que es una pequeña ciudad en Suiza.), el lema de este año fue la ruta de seda. Fueron presentaciones muy lindas y por suerte que nos habíamos puesto un montón de ropa, ya que la presentación se hizo al aire libre. Pobrecitos los niños, la mayoría de los trajes eran muy livianos, pero me imagino que de tanta emoción no sentían nada...

Monday, October 3, 2011

Besuch von Lara und Nina und mein Geburi/visita de Lara y Nina y mi cumple


Jabadabadu! Lara und Nina in Kolumbien

Lara und Nina waren 10 Tage hier zu Besuch und sind sicher 10kg schwerer nach Hause zurückgeflogen ;-) Im Gepäck, versteht sich - auch sie hat das kolumbianische Essen nicht speziell begeistert und am Schluss waren auch beide krank...
Da ich natürlich genau jetzt einiges zu tun hatte (v.a. langwierige Sitzungen und Veranstaltungen, deren Nutzen ich häufig hinterfrage), konnte ich die beiden nicht so in vollen Zügen geniessen, wie ich das wollte, aber zum Glück sind die beiden unabhängig und hatten andere Begleitpersonen, somit war das nicht so tragisch. Wir verbrachten ein verlängertes Wochenende im Kaffee-Dreieck und schliefen im Familie Feuerstein-Bungalow mit Elefanten-Ruessel als Dusche eines etwas verrückten Hotelbesitzers (ursprünglich Taxi-Fahrer, jetzt realisiert er seine Buben-Träume und baut die Hotelanlage mit Begeisterung aus, wo es neben verschiedenen Swimmingpools umherhoppelnde Hasen hat, aber auch einen Plüsch-Tiger in lebensechter Grösse, dem er einen Motor eingebaut hat, somit bewegt er sich (und er wollte unbedingt, dass wir mit dem Tiger posieren), und auch einen riesigen Stier, den er reitet und mit dem er alle Augen auf sich zieht an Reiter-Festen, wo natürlich sonst nur Pferde vorgeführt werden.) Auf der Reise war mir mein Rucksack aus dem Bus gestohlen worden, ein Zeichen, dass ich wieder mehr die Augen offen und die Alarmglocken bereit halten muss. Zum Glück waren aber nur Kleider und Schuhe drin. 

Wir besuchten das historische Städtchen Salento und das wunderschöne Cocora-Tal, wo ich letztes Jahr schon mit meinem Bruder war und am nächsten Tag dann eine Kaffee-Farm, wo wir einiges über Kaffee lernten und danach in den lokalen traditionellen Tanz (inkl. Tracht - siehe Fotos) eingeführt wurden.

Mein Geburi

Ich kann es fast nicht glauben, dass ich schon 31 Jahre alt und nun bereits 8 Monate in Kolumbien bin. Die Zeit vergeht wie im Fluge. 
Ich lud ein paar Leute ein, ursprünglich wollten wir eigentlich noch tanzen gehen, schlussendlich liessen wir es bleiben und verbrachten auch so einen sehr schönen Abend. Ich freute mich auch über die zahlreichen Anrufe und mails, vielen Dank! 
Am Sonntag waren wir dann mit meiner kolumbianischen Familie Picknicken im Gruenen, es war wunderschoenes Wetter und wir haben wieder mal richtig geschlemmt.



¡Yabadabadú! Lara y Nina en Lokombia

Tuve el gran placer de recibir a mis amigas Lara y Nina durante 10 días y creo que regresaron con por lo menos 10 kilos más a la casa – en el equipaje, por supuesto, ya que creo que a ellas tampoco las convenció la comida colombiana y además se enfermaron…
Justo en estos días tuve bastante trabajo (sobre todo reuniones largas y aburridoras y diferentes eventos, cuya utilidad cuestiono frecuentemente), por lo que no pude gozar de su compañía como lo habría querido, pero por suerte son independientes y tuvieron otras personas que las acompañaban, por lo que creo que no fue tan grave para ellas.

Pasamos un fin de semana en el eje cafetero, donde nos hospedamos en la cabaña de los Picapiedras con un baño muy original, por ejemplo una trompa de elefante servía de ducha. El dueño del hotel, que antes era taxista, es un loco que está realizando los sueños de su niñez con mucho entusiasmo, hay piscinas, conejitos verdaderos saltando por todos lados, también hay un tigre de peluche que parece verdadero, el tipo le puso un motor para que se moviera e insiste para que los turistas se tomen fotos con él. También tiene un toro enorme con el que visita todas las cabalgatas de la región, donde disfruta de la atención que la gente obviamente le brinda.
En el viaje a Armenia desapareció mi mochila del bus (no fui la única a la que le robaron), lo que indica que bajé la guardia y que tengo que mantenerme más alerta. Por suerte que sólo llevaba ropa y zapatos, todas las cosas de valor las llevaba en mi cartera. 

Visitamos la pequeña ciudad histórica de Salento y el bello valle de Cocora, que ya conocí el año pasado con mi hermano. El día siguiente visitamos una finca cafetera, donde nos hicieron una introducción al arte de cómo cultivar y procesar el café y luego nos hicieron bailar con música tradicional paisa (con trajes típicos – ver fotos).

Mi cumple

Casi no me lo puedo creer, ya tengo 31 años y ya hace 8 meses que estoy en Colombia, el tiempo pasa volando.
Invité a algunos amigos a mi casa, en realidad había pensado salir a bailar, pero al final nos quedamos en casa y nos la pasamos muy bien.
Muchísimas gracias por sus llamadas y sus correos, me puse muy feliz!
El domingo salimos al campo para hacer un picnic en familia, tuvimos mucha suerte con el tiempo y como siempre comimos cosas muy ricas. ¡Este fue el mejor regalo de cumpleaños!

Monday, September 19, 2011

endlich habe ich das Gefühl, etwas zu machen / por fin tengo la impresión de estar haciendo algo productivo

ONIC-Workshops in Cubará und Cali

solche "Chiguiros" sah ich auf der Reise vom Taxi aus...friedlich grasend und drei ueberquerten knapp vor uns die Strasse. die Kolumbianer fanden meine Begeisterung lustig. Ihnen gefallen diese Tiere v.a. auf dem Teller./ este simpático animalit se llama chiguiro, vi varios desde el taxi. mis gritos emocionados hicieron reir a mis compañeras colombianas. a ellos les gusta sobre todo cuando está en su plato...pobrecitos!
Zu viele Male waren die Workshops abgesagt worden und ich wollte nicht wieder enttäuscht werden, deshalb sagte ich, dass ich mich erst im Flugzeug freuen würde. Die Reise sollte am Mittwoch sein, am Dienstag um 17h wollten meine Kolleginnen nochmals alles ändern und fast wäre ich wieder nicht gereist. Schlussendlich, nach vielem hin und her war ich so müde, dass ich am Mittwochabend, sobald ich im Flugzeug sass, sofort einschlief, und so wurde gar nichts aus der Vorfreude... Die Reise war abenteuerlich. Cubará liegt an der Grenze zu Venezuela und ist somit rote Zone: hier werden Drogen geschmuggelt, guerrilleros verstecken sich, es gibt Petrol-Quellen, was wiederum heisst, dass das Militaer, die Paramilitaers und die Guerrilla um die Herrschaft des Territoriums kaempfen. Auf dem ganzen Weg gab es unzaehlige Militaer-Posten, wo wir und unser Gepaeck geprueft wurden. Die Natur ist wunderschoen wild und tropisch. Ich schlief trotzdem wunderbar- bis es nicht mehr weiterging. Schuelerinnen streikten, weil ihnen der Transport zur Schule gestrichen wurden. Sie sperrten alle Zugaenge zu Saravena, welches Drehscheibe fuer die ganze Region ist. Auch nach 2 Stunden war kein Durchkommen, auch nicht zu Fuss. Dabei waren wir nur 10 Minuten von Saravena entfernt. Stattdessen nahm unser Chauffeur einen Schleichweg (wir machten die Fahrt mit einem Sammeltaxi), wo wir nach 1h wieder zu einer Strasse kamen, die gesperrt war, dort konnten wir dann aber zu Fuss durch. Nach dreimal Taxi wechseln kamen wir in Saravena an, wo wir dann wieder einen Schleichweg nehmen mussten, um rauszukommen - den sie kurz, nachdem wir durch waren, auch sperrten.
Der Workshop war sehr interessant und bereichernd. Es geht darum, ein Gesetz, das die vertriebenen indigenen Frauen schuetzen und die Vertreibungen vermeiden sollte. Zudem werden den Frauen ihre Rechte und Reaktionsmöglichkeiten aufgezeigt und wir interviewen gezielt einige Frauen, um Informationen zu sammeln, die uns in einem zweiten Schritt dienen, um Leitlinien für ein Projekt zum Schutz indigener Frauen zu formulieren. Differenzierte Daten zur Situation der indigenen Frauen sind inexistent und der interne Konflikt hat einen besonders starken Einfluss auf deren Leben. Ich fuehrte Protokoll und zwei Interviews, wo sehr interessante Dinge zum Vorschein kamen. Unser ONIC-Team finde ich super, das einzige Muehsame sind die Frauen vom Innenministerium, die uns begleiten - einerseits kann man dem Staat nicht trauen (denn viele Morde und Verfolgungen gehen direkt oder indirekt auf Staatskraefte zurueck), andererseits verdienen die Staatsangestellten sehr gut, ohne eine Ahnung von nichts zu haben und ohne einen Finger zu ruehren. Bezueglich Sicherheit hier noch eine Anmerkung: die lokale Indigenen-Organisation sagte uns, ob es moeglich ist, zu reisen oder nicht. Sie wissen Bescheid, wann es riskant ist und wann nicht so sehr - ein Restrisiko bleibt natuerlich immer.
Am Nachmittag nach der Rueckkehr von Cubara flogen wir dann weiter nach Cali, wo ein weiterer Workshop stattfand. Am Abend traf ich mich mit Freunden, die ich letztes Jahr kennengelernt hatte und an einem Abend ging ich Abendessen mit meinen Interteam-Kollegen, die in Cali stationiert sind. Es war super! Cali gefaellt mir sehr, obwohl es ein heisses Pflaster ist. Es erinnert mich ein bisschen an San Pedro Sula, die honduranische Stadt, wo ich gewohnt habe. Meine Freunde waren unglaublich gastfreundlich und haben sich sehr lieb um mich gekuemmert. Auch im Arbeitsteam herrschte sehr gute Atmosphaere. Wann die naechsten Workshops stattfinden, wissen wir nicht - es haengt vom Geld des Innenministeriums ab. Ich hoffe, dass wir nicht wieder so lange warten muessen. In den naechsten Workshops werde ich wahrscheinlich z.T. die Moderation uebernehmen.

Juhui! Besuch aus der Schweiz! 


Ich freue mich gerade sehr auf den Besuch von Lara und einer Freundin von ihr, die beiden kommen heute an und bleiben bis am 30. September hier (ja! was fuer eine Schande! sie reisen ausgerechnet an meinem Geburi ab!!) Ich hoffe, dass ich ein paar Tage frei nehmen kann, damit wir gemeinsam etwas unternehmen und raus aus Bogota kommen.

Die Fotos zeigen eine Zusammenfassung meiner Aktivitaeten der letzten 2 Wochen (wenn du auf die Fotos klicks, kannst du sie dir in aller Ruhe anschauen).
Ich habe letzte Woche einen Rundbrief verschickt, hier der Link fuer diejenigen, die ihn aus irgendwelchen Gruenden nicht erhalten haben.



Talleres de la ONIC en Cubará y Cali: de viajes aventureros y noches de salsa

Increíble, por fin empecé a trabajar. Pero no me queria alegrar demasiado temprano, ya que varias veces habian organizado y anunciado los talleres de la ONIC, asi que me dije a mi misma que sólo me iba a alegrar en el momento en el que realmente estaba en el avión. El viaje estaba programado para el miercoles en la tarde, y el martes a las 5 de la tarde mis compañeras empezaron a volver a cambiarlo todo, por lo que casi no viajé. Finalmente estuve en el avión y por toda la corredera y el cansancio me quedé dormida inmediatamente. El viaje fue una aventura – vale más que este tipo de experiencias me gusta. Cubará queda en la frontera con Venezuela, lo que quiere decir que es zona roja: el narcotráfico, los guerrilleros que se pueden esconder en esta zona, las petroleras, lo que significa que hay presencia del ejército y de los paramilitares y que los 3 grupos armados se están peleando el territorio. A lo largo del viaje en una naturaleza abundantemente tropical y salvaje y unos paisajes hermosos, hubo incontables postes militares donde nos revisaron a nosotras y nuestro equipaje. Me dormí profundamente a pesar de todo-  hasta que ya no había paso. Los estudiantes de la región de Saravena estaban protestando porque les iban a quitar el transporte escolar y cerraron todas las vías hacia y desde Saravena, el centro de la region. A las dos horas supimos que no iba a haber paso hasta las 5 de la tarde, ni siquiera a pie, y que sólo estábamos a 10 minutos de Saravena. Así que el chofer de nuestro taxi colectivo se metió por una hora por senderos escondidos hasta volver a llegar a la carretera, sólo para encontrarnos con otra vía cerrada. Pero por suerte que nos dejaron pasar a pie, y al otro lado pudimos tomar otro taxi. También para salir de Saravena nos tocó irnos por unos trechos, los que también cerraron después de que hayamos pasado por ahí. Bueno, lo importante fue que al final llegamos, a las 12 del mediodía en vez de las 7, 8 de la mañana, pero llegamos.
El taller fue muy interesante y enriquecedor. A través de los talleres se pretende socializar una ley emitida por la corte institucional que protege a las mujeres indigenas de ser desplazadas por el conflicto armado interno y que les da ciertos derechos diferenciales a las mujeres indígenas víctimas del desplazamiento forzado. Además, se les informa a las mujeres sobre sus derechos humanos y derechos de la mujer y les hacemos entrevistas para recoger informaciones que en un segundo paso nos servirán para formular las líneas de un proyecto de protección para las mujeres indígenas, ya que el conflicto armado tiene un impacto especialmente fuerte en ellas y sus vidas. No existen datos e informaciones diferenciadas acerca de la situación de las mujeres indígenas. Mi rol fue el de tomar notas y realizar entrevistas, en las que supe cosas interesantes y reveladoras. El equipo de la ONIC es muy agradable, lo único desagradable son nuestras „compañeras“ del Ministerio del Interior – porque uno no puede confiar en el estado (muchos asesinatos, muchas persecuciones son ejecutados directamente o indirectamente por las fuerzas estatales), y porque los empleados estatales tienen unos salarios muy elevados sin realmente tener conocimientos del asunto y sin esmerarse a hacer algo por este dinero. Con respecto a la seguridad quisiera añadir que la organización indígena local nos avisó si era posible viajar o no. Las personas locales saben bien cuando la situación se pone complicada.
Un día después de haber regresado de Cubará seguimos nuestro viaje hacia Cali para hacer otro taller. Todas las noches me encontraba con amigos que conocí el año pasado y en una noche fui a cenar con unos compañeros de Interteam que viven y trabajan en Cali. Esta ciudad me encanta, a pesar de que es bastante peligroso. De alguna manera me recuerda San Pedro Sula en Honduras donde hice mi año de intercambio hace ya 14 años atrás!! Mis amigos fueron increiblemente hospitalarios, me recibieron muy bien.
El próximo taller se programó para el 3 de octubre en Medellín, en el que empezaré a asumir más tareas, como la moderación de ciertas partes del taller.

¡Qué alegría! Visita de Suiza 


Estoy muy feliz, esta semana llegó mi amiga Lara y una amiga suya, se quedan hasta el 29 de septiembre (justo un día antes de mi cumple!! Qué barbaridad!!) Tenemos varios planes pero el tiempo pasa demasiado rápido!

En las fotos podrán ver algunas de mis actividades de las últimas dos semanas. Además, escribí una carta en alemán con una síntesis de mis primeros 7 meses en Colombia.